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Zum Ende der Seite springen Raspberry Retro-Arcade Projekt
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Cleantex
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Die Raspberry's Kleincomputer in der Grösse einer Zigarettenschachtel mögen ja schon bekannt sein.

Der neue Raspberry PI3 B schlägt aber (bei einem Preis um 35 Euro) alles bisher dagewesene.





Ich zitiere :

Architektur
- System-on-Chip: BCM2837 64 Bit ARMv8 von Broadcom
- Prozessor: Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz
-GPU: Dual-Core-GPU VideoCore IV mit OpenGL ES 2.0 und OpenVG mit Hardwarebeschleunigung und 1080p30 H.264 High-Profile-Decoding
- Arbeitsspeicher: 1 GByte LPDDR2-SDRAM
- WLAN: BCM43143 onboard für IEEE 802.11b, g und n im 2,4 GHz-Bereich
- Bluetooth: Bluetooth Classic und Low Energy (BLE) onboard (Bluetooth 4.1)

Schnittstellen
- RJ45-Ethernet-Anschluss mit 10/100 MBit/s
- 4 x USB-2.0-Anschlüsse
- 4-poliger Klinkenstecker mit Stereo-Ausgang und Composite-Video
- HDMI-Anschluss
- 15-poliger MPI-CSI-2-Steckverbinder für HD-Videokamera
- 15-poliger serieller Display-Schnittstellensteckverbinder (DSI), z.B. für das offizielle
- Touchscreen-Display für den Raspberry Pi
- 40-polige GPIO-Stiftleiste mit seriellen Bussen
- MicroSD-Steckplatz
- Micro-USB zum Anschluss eines Netzteils mit über 2,4 A

Viel mehr hat ein "normaler" PC auch nicht.

Ich habe dabei eine 32GB Micro-SD Karte im Gebrauch, darauf ist riesig Platz für alle Daten.
Es gibt jede Menge Betriebssysteme für den Rasp, auch Windows 10, das aber für die geplanten Zwecke unbrauchbar ist.
Als Vorschau mein Rasp mit angeflanschtem Touchscreen. Der Konsolenschirm wird natürlich grösser.

Der Plan

Es geht darum eine Atari-Spielkonsole aus alten Zeiten zu basteln, die auch den Feeling vermitteln soll. fröhlich
Der Raspberry PI3 ermöglicht es, diese Aufgabe einfacher, preiswerter und vielseitiger als noch
vor einiger Zeit zu lösen. Wir brauchen Gehäuse, Joysticks, Taster und Dong kann kommen.

Denn es heißt schon von unseren Vorfahren :

Sie waren Sammler und .... Spieler ?

Dieses Projekt findet auch in den Diskussionen statt, da natürlich jeder sich dazu äussern kann.
Antworten sind hier erlaubt und erwünscht. smile

Cleantex hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Raspberry_PI3_Vorschau.jpg



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Armand


23.08.2016 11:54 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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Arcade Spielkonsolen haben natürlich auch einen sozialen Faktor.

- Der Rest der Familie zeigt plötzlich Verständnis für Automaten im allgemeinen, man muss nicht mehr im Schuppen schlafen. Zunge raus
- Die Kinder bleiben vom PC weg, und man kennt die Inhalte ihrer Computer-Aktivität besser.

Die Möglichkeit für einen Münzprüfer soll natürlich auch gegeben sein. Mit den Jetons kann man die Spielzeit nach Wunsch begrenzen,
oder die Konsole auch als Sparbüchse für die Kleinen verwenden....
Vorher (Mame&Co) war in der Kiste ein PC und ein Röhrenbildschirm. Das Ding war sauschwer (zu verstauen).
Jetzt kann man es leicht in oder auf einen Schrank tun.


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Armand


23.08.2016 18:59 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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1. Ausschnitte

a) Durchbrüche am Rückenteil

Bevor ich überhaupt an einen Zusammenbau vom Gehäuse denken kann, müssen die zusätzlichen Ausschnitte an einigen MDF-Platten gefräst
werden.
Es geht um die Aussparung für die hintere Tür und das etwas kleinere Loch für den Sockel von Strom- Schalterkombination. Eigentlich hatte
Richy vorgesehen bei den Entlüftungsöffnungen die Schrägschlitze oben und die Lochreihen unten zu positionieren. Mir hat es jetzt besser
gepasst eine der Schrägschlitzöffnungen für die Tür zu benutzen und die Löcher nach oben zu drehen.
Sowieso meine ich dass eine einzige Schrägschlitzöffnung soviel Luft zuführt wie alle diese Bohrlöcher, die viel kleiner sind.
Ausserdem kann man durch diese breiteren Schlitze auch das Poti am Verstärker mit einem Schraubenzieher erreichen, wenn dieser an der
richtigen Stelle angebracht wird. Augenzwinkern





Auch diesmal habe ich wieder auf bewährtes gesetzt, den verstellbaren VariJig Fräsrahmen und auch mein Klebepapier mit dem ich schon das
Billard-Spielfeld gefräst habe, war wieder dabei. Man braucht zwar mit der Proxxon Micromot und dem 3mm Raspelfräser etwas länger, diese
Prozedur hat aber einige Vorteile.
- Die Ecken werden fast rechtwinklig gefräst wegen dem kleinen Durchmesser
- Es gibt fast keine Staubentwicklung mit einem Staubsaugerrohr in der Nähe
- Das Risiko dass etwas schief geht, ist minimal
- Man muss nicht nacharbeiten, alles wird sofort gerade und sauber
- Es gibt keine Abplatzer am Melamin





Auch der etwa 2x3cm kleine Ausschnitt für den Stromanschluss habe ich mit dem VariJig Rahmen gefräst. Es geht einfacher und ich benutze
die Oberfräse fast nicht mehr um Öffnungen in Holz und Mdf anzubringen.




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Armand


16.10.2016 00:04 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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b) Ausschnitt für den Münzer am linken Seitenteil

Seitlich ist die einzige Stelle die zur Verfügung steht, links ist die Bedienung für Player I, also ist es auch logisch dass sich der Münzeinwurf
auf dieser Seite befindet. Wichtig bei der Positionierung, man muss darauf arten dass Bildschirmbefestigung und Münzer sich nicht im Weg sind.
Das gleiche gilt für Münzer und Winkelleisten. Auch muss die Münzeinführung in die Kasse noch hoch genug sein. Da die Tür hinten sich jetzt
in der gleichen Ecke befindet, sind die Innereien erreichbar auch ohne den Boden zu öffnen.
Die Aussparung ist bei China-Münzer aber genauso krumm wie bei den Pfennigschlucker, es stehen immer irgendwo Teile seitlich heraus.
Ich habe den Ausschnitt zuerst 35x109mm im Rechteck gefräst, dann auf der rechten Seite von Höhe 5cm bis 8cm nochmals 42mm breit
insgesamt, so passt es.
Wer also diesen Münzer mal verbaut, als Anhaltspunkt. Damit sind die zusätzlichen Aussparungen am Bartop-Gehäuse alle angebracht.






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Armand


16.10.2016 20:03 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2. Zusammenbau

a) Montage der Vierkantleisten

Es geht weiter.
Ich habe eine andere Variante für die Montage gewählt als die Roastbeef's fröhlich
Das Problem mit den Plastiksteinen habe ich schon angesprochen, da wäre zuerst nur eine Schraube auf dem Querbrett. Aber auch die Schrauben
sind mit 3,5mm mickrig und es gibt keine hohe rechtwinklige Stabilität.

Ich habe mich also für Quadratstäbe entschieden. Zwischen den Optionen Buche und Eiche habe ich Eiche gewählt, in 23mm Breite die gerade zur
Verfügung stand. Kiefer und Fichte ist wenig stabil und Eiche etwas rissfester als Buche aber beide Optionen sind ok.
Durch die robustere Bauweise kann ich auch 4,5mm Schrauben verwenden, ein weiterer Vorteil. Leider waren die 40mm Senkkopfschrauben etwas
zu lang und so musste ich 4,5x35 mm Schrauben verwenden und sie dafür absenken. Sie sollen ja nicht auf der anderen Seite herauskommen, sonst
könnte ich da auch eine Mutter hintun. Augenzwinkern
Die Leisten sind für die Montage der hauptstabilisierenden MDF-Teile gedacht, hintere Wand mit den Seitenteilen, dann vertikales Front-Panel und
Bedienpult. Ich habe die hintere Wand etwas abgesenkt, etwa 5mm, das hat den Vorteil das keine Teile anstoßen wenn man sie auf den Rücken legt.
Von da an gesehen hat man alle Daten. 24mm Abstand von Rückwand und 18,5mm von der versenkten Bodenplatte ergibt automatisch den Platz
für das Front-Panel und das Bedienpult.
Beide Panele an der beleuchteten Marquee müssen mit den Korpus-Verbinder fixiert werden, die breiten Leisten würden Schatten werfen und die
Beleuchtung stören. Letztes Panel ist das Brett mit der VESA Lochung zur Befestigung des Monitors.






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Armand


24.10.2016 20:26 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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b) Oberes Querbrett

Ein klein bisschen hatte ich heute Zeit, und habe mit dem oberen Querbrett an der Marquee weitergemacht. Ich habe gemerkt dass man die
Einbauteile hinter der Marquee später von unten nur schwer erreicht, wenn man das unlösbar befestigt. Hier ist nämlich der Bildschirm im Weg.
Hinter der Marquee ist die Beleuchtung und auch die beiden Lautsprecher. Im Falle eines Defekts muss man an diese Stelle herankommen.

Die Marquee, also etwa 2-3mm Milchglas mit der aufgeklebten Folie wird mit schwarzen Kunststoff-Winkel befestigt, 15 oder 20mm Seitenlänge,
da bin ich mir noch nicht sicher. Die findet man endlich auch im Baumarkt, bei Hornbach sind sie im Programm.
Das Problem damit ist die Befestigung mit kleinen schwarzen Holzschrauben. Denn die tut man nur einmal rein und das wars. Desshalb habe ich
hier an den zwei Brettern jeweils 4x M3 TSBZ Einschlagmutter verwendet, mit 3mm Gewinde also.
Das ist zwar etwas aufwendiger, aber später von Vorteil falls eine Wartung notwendig wird.

Die TSBZ Variante der Rampa Einschlagmutter hat stärkere Zacken als die normale TS Variante und hält besser in diesem Material. Denn dieses
spezielle MDF ist zwar etwas leichter als das bekannte braune MDF, dafür ist der grüne Kern aber auch etwas weicher.

Für die Befestigung an den Seitenteilen habe ich die speziellen Korpusverbinder angebracht und da gibt es ja zwei Möglichkeiten wie und in
welche Richtung man die verschraubt. So wie das jetzt hier gemacht ist, kann man die Winkel an der Marquee abschrauben, dann das Milchglas
mit Aufdruck entfernen, die 4 Gewindeschrauben an dem Brett lösen und es nach oben herausziehen. Das finde ich einen entscheidenden Vorteil
gegenüber einer unlösbaren Verbindung. Die Gewindeschrauben werde ich noch durch 4 Inbus-Schrauben ersetzen, so kommt man nachher
besser an sie heran.




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Armand


30.10.2016 01:08 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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c) Unteres Querbrett

Es geht weiter mit dem unteren Querbrett an der Marquee.
Das hat zuerst wieder einmal an der Vorderseite die 4x M3 TSBZ Einschlagmuttern. Auch dieses Brett hat wieder die gleichen Korpusverbinder
so dass man es ebenfalls ganz entfernen kann. Diesmal nur einen auf jeder Seite, das Brett ist nur 8cm breit.
Jetzt sind aber noch Befestigungen für die beiden Lautsprecher und für den oberen Montagewinkel der Glas/Plexi-Abdeckung vom Monitor nötig.
Für diese Befestigungen habe ich 10 Stück M4 Gewindestifte gebraucht, Löcher auf der sichtbaren Seite kommen für mich genau so wenig in Frage wie Holzschrauben.
Die Gewindestifte haben 25mm, und den Kosenamen "Madenschrauben" Augenzwinkern Es gibt sie wirklich in dieser Überlänge. Und wenn man sie mit der Inbus-Seite
zuerst einklebt, halten sie noch besser und der kleine Luftraum erleichtert das Einkleben. Ich habe diese hier zur Hälfte versenkt, also etwa 12,5mm.
Bei Gewindestiften muss man immer aufpassen dass kein Klebstoff auf das Gewinde gelangt. Ich gehe da lieber sicher. Man schneidet einfach ein Stück
Deko-Folie, stanzt mit der Lochzange ein Loch hinein das dem Bohrdurchmesser entspricht und klebt die Folie genau über die Bohrung.





Dann nimmt man ein Stück Schrumpfschlauch oder Gummischlauch und streift ihn über den sichtbaren Teil vom Gewinde.
Nach dem Festgehen des 2K Klebers streift man alles ab und hat einen saubere Klebestelle.





Die Lautsprecher sitzen nicht genau in der Mitte vom Brett, also 4cm. Ich habe sie etwas nach hinten versetzt, es gibt dafür zwei Ursachen :
1. Sie sollen etwas weg von der vorderen beleuchteten Marquee um so wenig wie möglich Schatten zu werfen.
2. Ich musste sie so plazieren dass sie mir der Membran relativ gut über den Bohrlöchern stehen, damit der Schall auch nach aussen dringt.
Die vorhandenen Bohrlöcher für den Schallaustritt sehen nur auf der Rückseite etwas vermurkst aus, auf der sichtbaren Seite sind sie absolut ok,
sonst hätte ich Richy schon an der Gurgel gepackt. smile

Was als letztes noch an dem Brett befestigt wird, ist der nach hinten gedrehte 20x20mm Montagewinkel für die Glasabdeckung am Monitor.
Ich musste den Winkel an den beiden Lautsprecher etwas einfräsen, was aber beim Aluminium ja einfach und schnell geht.
Der Alu-Winkel hat jetzt etwa 5mm Distanz innen zum Brett, so dass noch Platz bleibt für Scheibe und Velcro. Velcro als Klebeband ist eine Möglichkeit
die Scheibe abnehmbar zu befestigen.
Falls man die Scheibe entfernen müsste, würde man einfach die beiden Rändelmuttern am Montagewinkel entfernen, danach die beiden Schrauben
an den Korpusverbinder, das Querbrett nach unten ziehen und dann die Scheibe einfach nach vorne herausklappen.




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Armand


10.11.2016 21:46 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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d) Oberes und vertikales Bedienpult

Das sind jetzt die letzten Arbeiten an Teilen vor dem Zusammenbau. Und zwar die Befestigung der Joysticks und der Encoder.

Ich muss sagen, ich finde dass die Amis echt einen an der Waffel haben, und das nicht nur weil sie den Clown zum Präsidenten gemacht haben.
Ich habe jetzt wirklich jede Menge Berichte gelesen, und habe es doch anders gemacht.
Standard ist drüben die Verdünnung am Joystick-Sitz durch eine ausgefräste Vertiefung, aber auch Schrauben die ganz durchgehen. smile

Die Vertiefung kann man sich sparen, wenn man weiß dass es Joysticks mit verlängerten Hebelarmen gibt, es kommt auf das Gleiche hinaus.
Schraubenköpfe oben an einem Bedienfeld sind ein Graus, da scheuert man sich ja die Haut ab.
Kein einziger Bericht über das Befestigen der Joysticks mit Einschlagmuttern !
Das musste sich ändern und zur Entschuldigung kann man sagen dass drüben nicht diese wunderbare Firma Rampa beheimatet ist.





Und, genau wie bei Proxxon habe ich das Rampa Programm auch fast ganz durch. Wichtig war für mich lange Einschlagmuttern in M4 mit der Möglichkeit
sie zusätzlich einzukleben, dann für die Ewigkeit.
Die SKD sind super Einschlagmuttern, weil man sie auch in Überlängen findet, hier 12mm, und die lassen sich auch sehr gut mit dem Akkuschrauber setzen
und halten bombenfest. Die Löcher dafür habe ich in 7mm gebohrt und 15mm tief.
Ich hatte bei den Tests eine Bohrung nur etwa 8mm tief gebohrt, und wenn die SKD am Ende anstösst, spaltet sie das MDF längst, kein Witz.
Die SKD M5 ist hier nicht notwendig, die 4 Schrauben an der Montageplatte der Joysticks sitzen in Kunststoff und haben 3,8mm, die brechen eher. smile
Übrigens sieht die SKD M5 mehr aus wie ein Dumdum Geschoss. Ganz schöne Brocken.





Zum Kleben nehme ich fast nur noch Uhu, ich finde die 2K-Kleber um Längen besser als die von Pattex. Mit der Ausnahme Stabilit Express der in manchen
Fällen Vorteile hat (keine Blasen, Modellierung einfacher). Und mit dem UHU Endfest hat man bis 90 Minuten Zeit das Zeug zu verarbeiten.

Was sich auch noch besser vor dem Zusammenbau erledigen lässt, sind die Sockel für die Encoder-Platinen.
Diese China-Abstandshalter werden fast von jedermann benutzt, denn sie sind wirklich praktisch weil man nachträglich durch drehen noch ihre Position
anpassen kann. Und wieder ist hier auch der Vorteil dass keine Einbauteile mit Holzschrauben direkt befestigt sind. So ein Sack mit 50 Stück kostet fast nichts.





Es gibt nicht viel Spielraum wo man die Encoder befestigt, alle Anschlüsse an Taster und Joysticks müssen maximal 20cm entfernt sein, da es nur Kabel
in dieser Länge gibt. Bei grösserem Abstand muss man die Kabel selbst verlängern.


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Armand


21.11.2016 21:55 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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e) Montage der Rückwand

Irgendwann soll er ja dieses Jahr fertig werden, und wie sagte schon der alte Fritz "Hunde, wollt ihr ewig schrauben?" Augenzwinkern

Die Rückwand habe ich also mit beiden Seitenteilen verschraubt, und zusätzlich geklebt. Sowohl an die Melamin-Oberfläche der Seitenteile
auf Stoß, aber auch an die Vierkantleisten.
Dazu muss ich noch etwas sagen, ist eher eine Warnung. Ich habe vor dem UHU Endfest 2K-Kleber, der auch sehr gut auf Melamin hält,
ein Alternativ-Produkt getestet. Das hier :





Diese Spucke ist der reinste Alptraum, es hält fast nirgendwo und lässt sich einfach abrubbeln. geschockt Melamin oder Plastik, Flummie in der Flasche.
Ich habe dann noch einen anderen Test gemacht, und zwar an einem der roten Arcade-Taster das Zeug zwischen Gewinde und die Plastikmutter
geschüttet. Und am nächsten Tag konnte ich die Verschraubung einfach lösen und die Reste vom Plastik abrubbeln, nichts geschehen.
Pattex 5% wäre besser als Name, also nur nicht kaufen.

Jedenfalls habe ich jetzt wieder mehr Platz im Schrank, Die anderen Bretter dienen nur zur Stabilisierung bis der Kleber aushärtet.
Danach wird nur das vertikale Bedienpult definitiv montiert und ebenfalls geklebt. Ich muss ja noch die Befestigungen für die Bodenplatte anbringen
und wenn das obere Bedienpult erst mal angebracht ist, komme ich da nur schwer ran.




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Armand


23.11.2016 16:19 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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f) Bodenplattenbefestigung

Wieder ein paar Nägel mehr im Sarg, wobei die Bodenplatte beim konventionellen Sarg einfacher befestigt ist. smile

Aber diese Möglichkeit, die Bodenplatte entfernen zu können hat hier viele Vorteile und ich habe keine Ahnung warum das nicht noch mehr
genutzt wird. Wenn man nämlich die Rückwand nur mit einem Scharnier und Schloß zum öffnen befestigt, muss man zusätzlich noch das
Bedienpult mit einem Scharnier und aufklappbar gestalten. Ansonsten kommt man nie wieder an diese Stelle heran. Was man dabei erbt ist eine
Schwabbelkiste mit schlechter Stabilität. Normal bei so wenig festen Befestigungspunkten.
Man ist zwar dann an einem Nachmittag fertig, aber so primitiv waren die Original-Automaten nicht gebaut.

Ich musste hier die Reihenfolge einhalten um an alle Schrauben noch gut heranzukommen. Zuerst musste ich alle Winkel entgraten, sie sollen
ja keine Kabel beschädigen.

- Das vertikale Bedienpult habe ich als erstes angeschraubt und geklebt.
- Dann habe ich die 60mm breiten Edelstahl-Winkel mit 2mm Bohrungen versehen, zwei an der Seite zur Wand, die 20mm tief ist und eine dort wo
die Mutter hin soll, diese Seite ist 25mm tief. Dann die Winkel vorbereitet und an der richtigen Stelle angezeichnet.
- Als alle Löcher feststanden habe ich erst das obere Bedienpult geschraubt und geklebt.

Vergessen wir nicht, bei Edelstahl funktionieren nur Co5 Bohrer anständig, und die Löcher für die Spreiznietmutter hat 10mm. Das geht nur gut
mit einem Co5 Stufenbohrer, bei einem normalen Metallbohrer (Klingelingeling, hier kommt der Eiermann...) großes Grinsen funktioniert es nicht bei 1mm Blech.
Co5 Stufenbohrer aus deutschen Landen waren mir zu teuer für 4 Löcher, desshalb habe ich einen China-Bohrer geordert, und der hat erstaunlich
gut funktioniert für die paar Euro.





Bei den M6 Muttern habe ich die Variante gewählt die meiner Meinung nach am besten längerfristig an dem dünnen Blech hält, ohne durchzugleiten.
Dies ist eine Nietspreizmutter die sich spinnenartig über die Bleche spreizt. Die Dinger mit Hausmittelchen in Stellung zu bringen war nicht ohne,
ich habe 2 Maschinenschrauben inklusive der Muttern geschrottet. smile





Inzwischen hatte ich die Markierung an der Bodenplatte auf 7mm gebohrt. Dann die 6mm Gewindeschrauben solange mit Isolierband umwickelt
bis sie mittig in diesen Löchern saß und dann die Winkel mit Mutter und jeweils einer dünnen 0,8mm Scheibe dazwischen, auf den M6 Schrauben
befestigt. Die zusätzliche 0,8mm Scheibe sollte die Distanz zwischen Nietspreizmutter und Bodenplatte vergrössen, denn die Bodenplatte liegt
ja an den Eckpunkten auf den Vierkantleisten, und die Befestigung sollte auf keinen Fall herausstehen, so dass die Bodenplatte auf dem Winkel
liegen würde, was nicht so gut wäre.
Jetzt erst kann man auch die Befestigungslöcher an den Seitenwänden und der Rückwand einzeichnen, alles wieder auseinanderbauen,
mit 1,5mm Bohrer 10mm tief die Wände vorbohren, an den Winkeln die 2mm Löcher auf 4,2 erweitern (für 4,5mm Holzschrauben, ja es reicht)
die Rückseite anrauen. Kleber drauf und mit dem Akkuschrauber reinhauen. Nur so ist man sicher dass nachher alles im Lot ist.

Die Winkel sind also nur an den stabilsten Stellen befestigt, nicht am vorderen vertikalen Bedienpult. An den "Flipper" Knöpfen musste ich die Ecken
etwas schneiden um Platz für die Muttern an den Tastern zu lassen. Jetzt sieht man auch warum dieser Platz bei den Vierkantleisten ausgespart wurde.








So langsam wird also die Kiste fertig, und die Bodenplatte abnehmbar zu befestigen war doch recht aufwendig. Aber alles klappt und die Bodenplatte
gleitet spielfrei in ihre Position. So ist alles auch rechtwinklig und solide.

Ich hätte aber nicht gedacht dass die Kiste so groß wird. Augenzwinkern





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Armand


29.11.2016 19:46 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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f) Fertigstellung der Bodenplatte

Das war heute mehr Urlaub. Um die Belüftung noch zu verbessern habe ich 10 Löcher in die Bodenplatte gebohrt, einen 19mm Forstner
hatte ich gerade zur Hand. Ob es absolut notwendig ist, sei dahingestellt. Denn der Raspberry braucht wenig Energie, dann der Monitor
nur etwa 16Watt und bleiben noch die Encoder, die Leuchte in der Marquee und die Led's in den beleuchteten Knöpfen. Ein Ofen wird das nicht.
Zusätzlich habe ich 4 Stück 10x40mm Boxenfüße angeschraubt, sonst nützen die Löcher auch nichts.






A propos Monitor, den habe ich inzwischen, diesen :
http://gmaster.iiyama.com/de_de/produkte/prolite-e1980sd-1/

Es ist ein 5:4, also nicht für Benhur-Breitband-Kino, aber ich habe auch im Büro einen 5:4 Asus 19" und beide verglichen, die Qualität ist
absolut hoch.
Für den Einbau hier hat er aber einige Vorteile, er ist nur 45mm tief, der Asus 60mm, etwas leichter und ganz wichtig, die Bedienknöpfe,
die man nur manchmal braucht, sind unten und nicht nach vorne gerichtet. So kommt man von unten noch gut heran.
Oben und unten passt er genau über den Ausschnitt, so dass nur der Rahmen zur Hälfte abgedeckt ist, und seitlich bleiben dann genau 2x5cm.
Genau das wird die nächste Arbeit, die Halterungen für die Funktionstasten.


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Armand


30.11.2016 19:31 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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g) Fertigen der seitlichen Bedienpulte

Die beiden seitlichen Bedienpulte für die Funktionstasten und mehr bestehen aus 2mm Aluminiumwinkeln 20x50mm. Für das rechtwinkelige Schneiden
solcher Winkel ist eine NE-Säge wohl am besten, die hat aber nicht jeder zuhause. Bei mir ist es so, ich habe zwei Gehrungssägen, und die älteste und
kleinste davon ist am genauesten, und das nicht nur weil das Sägeblatt nur 30 cm hat. Komisch dass früher auch deutsche Firmen mehr auf Präzision
als auf den schnellen Euro gebaut haben.





Danach habe ich die 16mm Löcher mit einem normalen CV-Holzbohrer angebracht, Forstnerbohrer funktionieren in NE-Metallen nicht, und es ist wirklich
nicht nötig einen teuren HSS Hartholzbohrer zu kaufen, ausser man will 100 Löcher damit anbringen.
Ich bin aber immer mehr von meinem Wabeco Bohrständer begeistert. Der große Vorteil von diesem Ständer (neben dem wirklich angenehmen Preis)
ist die Verstellung an der Distanz zwischen Bohrmaschine und Ständersäule. Man kann eine Richtleiste einfach starr fixieren und mit dem Bohrgut daran
vorbeigleiten und ist so sicher dass alle Löcher 100% in Reihe sind. Das Prinzip ist sogar präziser als jeder Koordinatentisch der immer etwas Spiel
im Antrieb hat. Ohne dabei zu vergessen dass das Teil gut und unverrückbar auf dem Koordinatentisch befestigt werden muss. All das kann man sich hier
sparen. Und mit der Erweiterung auf den Proxxon-Halter kann man sogar an der 50mm Höhe vorbei 2mm Löcher in die 20mm Schmalseite bohren.
Der normale Bohrkopf wäre dafür zu breit. Warum 2mm vorbohren ? Ganz einfach weil die Black&Decker Bullet Bohrer in 4,8mm, also das spätere Maß
nach dem Anzeichnen in der Box, weil die Bullet eine Zentrierspitze von ebenfalls 2mm hat. So werden die Löcher genau mittig bleiben.





Die beiden Seitenbleche sind jetzt soweit vorbereitet dass sie eingebaut werden können, wieder abnehmbar natürlich. Das Ganze entwickelt sich zu
einem Puzzle. Auch weil das Querbrett für die Vesa-Bildschirm Befestigung ganz in der Nähe ist. So musste ich die Schrauben zwischen Winkel und Box
so anbringen dass man sie von oben und unten noch erreicht ohne dass das Vesa-Querbrett im Weg steht.

Was man noch sieht, an dem linken seitlichen Bedienpult gibt es ein 7mm Loch mehr als rechts. Das ist für den Master & Commander gedacht fröhlich
und nichts anderes als der Lautstärkeregler mit der angebauten Verstärkerplatine für die Lautsprecher.
Ein echter Gibson Firebird Knopf aus alten Zeiten wird dort werkeln. Augenzwinkern Und auch die Oberflächen werden vor dem Einbau im Carbon-Look getrimmt. Freude







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Armand


08.12.2016 20:36 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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Für den Zusammenbau der Seitenteile mit dem Gehäuse habe ich wieder die SKD Einschlagmuttern gewählt, die sich zusätzlich so gut einkleben lassen.
Es gibt sie in 8,10 und 12mm Länge für m4 Schrauben, und ich hatte ja für die Joysticks 12mm gewählt, diesmal aber 10mm. Warum ? Der gemeine
Holzbohrer, das Luder, hat bei einer Bohrtiefe von 15mm zusätzlich noch eine Spitze von etwa 2mm, die von der anderen Seite gesehen nicht unbedingt
sichtbar werden sollte. smile Die 7mm Joystick-Bohrungen habe ich auf dem Bohrständer angebracht, als das obere Bedienpult noch nicht eingebaut war.
Bei den Seitenteilen aber, müssen die 2x 4 Löcher an der geleimten Kiste von Hand angebracht werden, und auch wenn das kein Problem darstellt, die
Präzision mit einem angeschraubten Anschlag ist halt weniger.

Was man noch dazu sagen kann, man sollte bei solchen massiven Alustangen immer etwas Spiel lassen, denn Alu dehnt sich etwa 1/2mm pro m oder mehr.
Ich habe die jeweils beiden oberen Löcher im Alu in 4mm gebohrt, die beiden unteren in 4,8mm.
Wenn man jetzt eine Stelle hat wo man sehr schwer herankommt, noch einTip :
Es gibt die Zylinderkopfschrauben heute meist in Inbus UND in Torx. Bei Inbus ist der Einsetzwinkel am Schrauber 60°, bei Torx nur 30°, also ein Vorteil
wenn es eng wird. smile






So sieht es dann aus, wenn beide Seitenteile montiert sind. Es bleibt der Ausschnitt für den Bildschirm und die davor sitzende Glasscheibe.
Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Seitenteile vorbereitet, sie kommen in den Schrank bis die Elektrik und Elektronik eingebaut wird. Erst dann bekommen sie
auch Zusatzteile um die Glasscheibe auch an den Seiten und unten zu halten. Oben bei den Lautsprecher wird sie dann eingesteckt, Der Aluwinkel dort ist
der obere Verschluss an der Glasscheibe.




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Armand


10.12.2016 17:04 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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h) Vorbereitungen am Bildschirm

Das ist jetzt die nächste Etappe am Gehäuse. Wie schon erwähnt hat dieser Monitor bei diesem Projekt einen großen Vorteil gegenüber der
Konkurrenz, auch wenn es für den Einsatz im Büro eher ein Nachteil ist.
Aber was hier gut ist, alle Bedienungsknöpfe und sogar das Kontrolllämpchen zeigen nach unten und sind so immer erreichbar, und auch das
Lämpchen muss nicht abgedeckt werden um den PC-Eindruck zu verhindern.





Eine andere Eigenart der VESA-Befestigungen, sie sind soweit (oder eher sowenig) normiert, dass sie im 50mm Schritt sich im Quadrat verbreitern.
Also 100x100mm, 150x150mm, 200x200mm usw. Sie sind auch in horizontaler Richtung immer mittig plaziert, allerdings in der Höhe bei fast jedem
Monitor leider unterschiedlich. Tralalitralala.





Nun ist es auch so dass die VESA-Andockung meist aus einer Metallplatte besteht, mit beschränkten Ausmaßen.
Monitore haben normalerweise kein Brett hintendran, das hat der Dau höchstens vor dem Kopf. smile

Das aber ergibt ein Problem, denn die Andockstelle ist etwa 1,2mm abgesenkt vom restlichen hinteren Teil des Gehäuses und hier 4 Schrauben
festzuziehen, die Teile der Abdeckung von der Monitor-Elektronik herunterdrücken würden, wäre Harakiri.





Natürlich gehen auch Unterlegscheiben, wenn die aber in den Monitor fallen....
Also habe ich lieber eine Adapterplatte aus 1,5mm Pertinax angefertigt.





Und sie mit etwas dünnem doppeltem Klebeband am Monitor befestigt, das Brett kann kommen.





Der empfindlichste Teil des Monitors, dem seine Nüsse ist das TFT-Panel und das sollte schrammenfrei die anstehene Fummelei überleben.
Also habe ich ein Stück Tetrapax (ich kaufe ihn auf der Rolle) auf das Panel gelegt und dann alles bis zum Rahmen mit halbklebender
Baufolie überzogen. Augenzwinkern In den nächsten Tagen wird er im Inneren der Kiste angepasst.




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Armand


13.12.2016 19:20 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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i) Montage des Monitors

1. Die letzten Rampas...

Also ich gehe mal davon aus dass es die letzten 6 davon sind, und zwar stinknormale TS M5 6,5x10mm, die Mutter-die-nicht rausfällt. Sie werden einfach in
ein 6,2mm vorgebohrtes Loch eingeschlagen und funktionieren immer nur auf Zug ins Material, also mit einer Gewindeschraube auf der anderen Seite.
3 Stück jeweils rechts und links am VESA Montagebrett. Ich habe die 3 Schraublöcher etwas unsymetrisch gebohrt, ansonsten wären rechts und links
austauschbar und würden sicher zu Unpassungen während der Montage führen.





2. Doggy Style...

Es gehört sich zwar nicht für einen anständigen Videoautomaten, ich sehe aber im Augenblick keine andere Möglichkeit die Position des Bildschirms genau
zu bestimmen ohne diesen flach einlegen zu können. cool





3. Aufpolstern...

Aber zuerst muss die Auflagefläche an der Box vorbereitet werden. mit 5x10mm breitem Moosgummi. Ein Streifen davon kommt längst an die Hinterkante
vom oberen Bedienpult, genau dort wo der untere Rahmen des Monitors aufliegen soll.





und von innen gesehen





An der oberen Aluminumleiste muss die Distanz ebenso stimmen. Ich habe zuerst eine "Füllung" angebracht, um Platz für die Glasscheibe zu reservieren,
dann ebenfalls ein Moosgummi-Band an der Aluminiumleiste und der Monitor zugewandten Seite angeklebt.
Die beiden Moosgummis bleiben definitiv. Jetzt wird noch die Aluminiumleiste mit den Rändelmuttern am unteren Marquee-Brett angeschraubt.





4. Ein Geheimgang...

Etwas muss man noch erwähnen. Es ist so dass die beschichteten MDF Bretter doch recht scharfkantisch sind und allein durch die Beschichtung Schrammen
an flachen Stellen anbringen können. Desshalb sollte man sich eine Hintertür freilassen, wie hier wieder an den Flippertasten und das Brett von unten einbringen und nicht durch die Front. smile





5. Einlegen des Panels...

Die Auflagefläche ist oben und unten am Rahmen vom Monitor nur etwa 5mm breit ! Man muss also wirklich aufpassen. Es ist eine kleine Fummelei den Monitor
genau mittig und rechtwinklig auf den Moosgummistreifen zu positionieren.
Ich habe zusätzlich links und rechts 2 Kunststoffröhren zwischen dem Korpus und dem VESA-Montagebrett eingelegt, so ein bisschen als Rettungsfallschirme.
Sobald das VESA-Brett mit den 4x M4 Schrauben am Monitor befestigt ist, hilft das ein bisschen den Adrenalin Spiegel zu senken. Augenzwinkern





Vorsichtig wird das VESA-Montagebrett angeschraubt. Dann auch die Winkel am Montagebrett. Erst danach können die Löcher für die Edelstahl-Montagewinkel links und rechts bestimmt werden.
Das geht am besten wenn man jeweils ein Stück Abdeckband genau hinter den Winkeln positioniert, dann durch die schon gebohrten 2mm Löcher die Punkte
mit einem Marker anzeichnet.










Wie man sieht, ist es verdammt eng, aber es passt. Wichtig dabei !
1) Man braucht einen Monitor wo die VESA-Befestigung eher im unteren Drittel ist, wie hier beim IIyama.
Beispielweise ist bei meinem 19" ASUS die VESA-Befestigung im oberen Drittel, da wäre mit diesen Winkeln kein Platz gewesen...
2) Man braucht einen dünnen Monitor, wie hier den IIyama mit etwa 45mm und dünner.
Der ASUS hat 65mm, zuviel und zusammen mit der höheren VESA-Befestigung ein Ding der Unmöglichkeit.
3) Ich hatte mir die Münzprüfer-Position in etwa vorgerechnet , hätte ich ihn höher gesetzt wäre auch hier ein Konflikt entstanden.

6. Alles wieder auseinander...

Sobald die Positionen der Winkel feststehen, müssen sie definitv dort angebracht werden, und ich mache das so dass ich zuerst die Löcher in den Seitenpanels vorbohre. Ich positioniere wieder die Winkel mit den 2mm Bohrlöchern genau über der Markierung an dem Abdeckstreifen und auch verrutschsicher mit etwas doppelseitigem Klebeband.
Dann nehme ich einen 2mm Bohrer und gebe auf ihn in jedem Bohrloch einen kleinen Schlag um die Stelle zu körnern. Nach Abnahme des Winkels bohre ich die
gekörnerten Stellen auf 1,5mm und etwa 10mm tief aus.
Dann ist es relativ einfach die 4,5x16mm Holzschrauben später mit dem Akku-Schrauber zu setzen.
An den Winkeln selbst bohre ich die 2mm Löcher auf 4,2mm auf und jetzt kann man sicher sein dass alle Kameraden Auge in Auge stehen.

Ein kleiner Trick noch um Materialaufbau unter Montageteilen zu verhindern und so einen störenden Abstand zu einem Holz- oder MDF-Bauteil zu vermeiden :
Natürlich nur dort wo es eine Rolle spielt. Ich drehe die Schrauben zuerst nur bis zur Hälfte ein, und danach gehe ich kurz mit einem Cutter dazwischen.
Staubsauger und es passt perfekt.

Die Winkel habe ich mit 4 Schrauben befestigt, denn sie werden nur verschraubt und nicht geklebt und besser hält auch besser, und wenn der grüne Hulk die
Kiste mal schüttelt... Und vielleicht wenn irgendwann jemand den Monitor tauschen muss gegen einen anderen, sollten die Winkel abnehmbar bleiben.
Ich lege mir aber lieber einen auf Reserve.





7. Und wieder zurück...

Jetzt nach dem Doggy, der Missionar eine geile Kiste. smile
Der Monitor und das VESA-Brett werden also wieder eingebaut um zu testen ob alles korrekt ist, diesmal liegt der Monitor auf dem Brett und die Schrauben werden von unten eingedreht. Ohnehin wird der Automat nur mehr gerade stehen oder mit dem Rücken nach unten. Ab Artwork und Moldings werden die Seitenteile empfindlich.
So, jetzt vorläufig ein letztes mal aufrichten





Und wieder auseinander bis die Elektronik eingebaut wird. Am Tag nachdem der Drache kam.
Wir kommen zum Ende der Mechanik am Gehäuse, es bleibt noch das Basisbrett um Elektrik und Elektronik zu befestigen, als letzte Haudraufarbeit. smile




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Armand


15.12.2016 20:26 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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j) Halter für Elektrik und Elektronik

Eigentlich wollte ich wie angedeutet die wichtigsten Teile im Inneren wie Netzteil und Rechner, an einer doppelten Bodenplatte befestigen.
Die sollte natürlich kleiner sein, aber die Lösung hat sich als unpraktikabel und zu kompliziert herausgestellt.
Die abnehmbare Bodenplatte selbst kann man ja nicht benutzen, aber der Vorteil alle Bereiche leicht zu erreichen, bei hoher Stabilität, ist unbezahlbar.
Also an die Wand, wobei als Platz nur die hintere bleibt, dort aber mit Lüftungsgitter, Zugangstür mit Schloß und Münzer der Platz eng wird.
Was machen Architekten wenn es an Baufläche fehlt ? Sie planen in die Höhe und so habe ich es auch gemacht, 30mm, der Raspberry wohnt im Dachgeschoß smile
Fest verschraubt sind nur der rechte Winkel an der Wand, der die Vierkantleiste überragt, sowie das mittlere Kantholz über dem Lüftungsgitter.
Alles andere ist abschraubbar.

Die Tilsiterscheibe rechts ist eine "Universalnetzteilmontageplatte", von Meanwell, Firma die wiederum etwas besser als der übliche Chinaschrott sind.
Ein paar Löcher habe ich dazu gemacht da ich meine dass 2x3mm Schrauben, blechtief, für 400gr Masse kaum reichen.
Aber so kann man einfach ein 30Watt Netzteil gegen ein 50Watt Netzteil tauschen, schon ein Vorteil.

Die 5mm MDF Platte ist für die Elektronik gedacht, Raspi und seine Freunde. Wobei der Rechner nochmals auf 20mm Stelzen steht, damit alle Kabelanschlüsse
frei gesteckt werden können, es bleibt noch Luft bis zum Bildschirm.





Eine Sache kommt noch dazu, hinter der Cockpit-Tür vom Millennium Falcon, ein weiteres Bedienpult. Dazu später mehr.
Hier haben aber nur Han Solo und sein Wookie Zutritt. Augenzwinkern




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05.01.2017 11:05 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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k) Die Stunde des Drachens

Eine Sache habe ich noch am Gehäuse gemacht, nämlich 6 grössere Löcher in den oberen Teil gebohrt um die Luftzirkulation zu verbessern.
Ich hatte mich ja damals als ich die Tür gefräst habe, für die Hälfte der Rückwand mit den beiden geschlitzten Lüftungsgittern entschieden.
Vielleicht hätte ich doch besser die Seite mit den kleinen Löcher genommen da ich sowieso noch Lüftungslöcher in der Bodenplatte angebracht habe.
Ich habe also die Rückwand umgedreht und dabei natürlich einen schwächeren Abschnitt herausgetrennt, was wieder ein Vorteil für die Stabilität ist.
Aber egal, so müsste es klappen und ohnehin ist der Gesamtstromverbrauch sehr niedrig mit etwa 16Watt für den Bildschirm und etwa 30Watt für den Rest.





Fertig mit dem Grobschnitt, es geht ans Eingemachte. smile
Die Vinyl-Drucke sind für beide Seiten spiegelbildlich und rechteckig, 700x500mm.
Die Qualität ist wirklich hoch, 1200 dpi und die Drucke (auf Roland) sind zusätzlich überlaminiert. Der Preis ist auch in Ordnung, ich kann die Firma nur
empfehlen : http://rockstarprint.co.uk/bartop.html
Meine Kiste ist 580mm hoch und 420mm tief. Da muss ich natürlich den richtigen Ausschnitt hinbekommen. Vor allem Daphne und Dirk sollen nicht
geköpft werden, beim Drachen sieht das anders aus, nachdem Dirk vorbeikam. fröhlich
Ich habe zuerst unten 11cm abgeschnitten, die restlichen 59cm erlauben so gerade noch eine gute Zentrierung, dann am Rande nochmals 5-10mm
stehen gelassen. Es passt.





Eine Seite habe ich jetzt aufgebracht, es gibt da die zwei Schulen :
1) In der Mitte mit einem oder mehreren Tesabändern positionieren und dann von der Mitte aus nach beiden Seiten aufstreichen.
2) Auf der breitesten Seite etwa 4cm von der Klebeschicht lösen und nach dem Positionieren von dort aus weiterarbeiten.

Ich finde für einen Aufkleber der um die "Ecke geht", die zweite Methode besser.
Ich hatte dann noch ein Mikrofasertuch (danke Aral) im Auto gefunden, fuselfrei und ideal zum Aufbringen.
Das Abschneiden der Folie am Rand muss man in mehreren Etapen machen, am besten mit einem Skalpell. Und dann beim letzten Vorbeiziehen
an der Kante, das Skalpell etwas nach innen neigen, um wirklich keine überstehende Folie zu haben. Am Ende bin ich nochmals mit einem
Soft-Tapetenroller über die Folie.

Sieht doch gut so aus. Nur Daphne's Hintern musste ich amputieren, da wo der Münzer hinkommt.
Egal es gibt ja noch die rechte Seite und sollte ich mal einen religiösen Fanatiker jedweiliger Richtung zu Besuch haben, sitzt er eben links. Freude





Als nächstes werde ich die Molding auf dieser fertigen Seite aufbringen, dann muss ich nicht zweimal dort anfangen.


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08.01.2017 13:13 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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l) Die Moldings und ein geretteter Hintern

Es ist immer einmal zum ersten Mal, das war schon immer so. Augenzwinkern
Bei mir meine ersten Moldings heute, und ich habe mir zuerst Werkzeug zurecht gelegt. Ich meine das ist alles was man braucht.
- Eine Schnur mit der man den Gesamtumfang abgemessen hat, bei mir etwa 190cm.
- Ein Cutter, wenn möglich unbenutzt.
- Ein guter Föhn wo bei längerem Gebrauch sowas raus kommt wie Donald's Frisur. Also mindestens 2000Watt.
- Sehr brauchbar, eine kleine Kneifzange, um den Steg direkt am Profil abzuzwacken.
- Ein Gummihammer, mit nicht zuviel Masse. Es ist schonender mehrere kleine Schläge zu benutzen als mit dem Vorschlaghammer reinhauen.





Ich hatte mir inzwischen Ware besorgt die einwandfrei ist. Und zwar etwa 6m jeweils in Schwarz matt, durchgefärbt und die gleiche Länge
nochmals in Chrom. Ich habe mich trotzdem für Schwarz entschieden, das Material ist einfach widerstandsfähiger als das Folienmaterial.
Ich würde jedem raten, der die Möglichkeit hat sich die Moldings lokal anzusehen, dies zu tun. Es wird gerne Moldings angeboten die schon
10x ab und aufgewickelt wurden, und über den Boden geschleift.
Es ist blöd dass die Ware selbst fast nichts kostet, der Versand aus den USA, vom Grossisten ist leider nicht eben billig.
Auch in der Schwabbeltüte.





Das Aufbringen gelingt eigentlich sehr gut, man sollte die Schlitze auf jeden Fall vorher kontrollieren ob sie nicht verstopft sind. Aber die Teile
von Rich's Bartop sind eigentlich gut verarbeitet.
An den Ecken muss man die Moldings am Steg trapezförmig einschneiden, dann klappt es problemlos. Zusätzlich habe ich das Profil an diesen
Stellen vor dem Einklopfen mit dem Föhn erwärmt, das hilft besonders an nicht abgerundeten Kanten und macht das Vinyl weicher.
Auch am Anfang und Ende solte man den Steg etwas Einkerben, das erleichtert die Enden (am Boden) zusammen zu fügen.





Somit ist der Bau vom Gehäuse abgeschlossen. Da die Moldings etwas überstehen (+-0,3mm) muss ich wahrscheinlich am Boden etwas
abhobeln, ansonsten die Bodenplatte nicht mehr reinpasst. smile Aber bis die wieder drauf kann, kommt der Einbau von Elektrik und Elektronik.
Die Risikoarbeiten habe ich auf jeden Fall hinter mir.




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09.01.2017 19:31 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2. Einbau der Elektrik Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen


a) Verkabelung der Hochspannung

Wie oft üblich ist sie im Untergeschoss installiert. Da ich weder Platz für einen Verteilerkasten noch eine Steckerleiste habe,
musste eine andere Lösung her. 230Volt werden gebraucht für
- Netzteil
-Bildschirm
-Röhre an der Marquee

Das war es schon, und der einfachste Weg war die Stecker abzuschneiden, alles auf Länge zu kürzen und mit Schraubklemmen
zu verbinden. Ich sage bewusst nicht Lüsterklemme, denn die Qualität dieser Baumarktware hat in letzter Zeit so abgenommen,
dass man sie fast nicht mehr verwenden kann.
Diese Klemmen hier sind aber in Ordnung und der Block besitzt noch einen integrierten Sicherungshalter.
Genau das habe ich gebraucht, denn die Eingangsdose hat zwar einen Schalter, aber keinen Platz für eine Sicherung.
So geht es aber auch, ich habe eine 500mA Glassicherung benutzt, da sind etwa 110 Watt für eine Auslösung nötig und soviel
kommt normalerweise bei der Kiste nie zusammen.
Einziges kleines Problem, die Adernendhülsen auszuwählen um 2 Kabel unterschiedlicher Dicke hinein zu bekommen. smile
Da die Decke im Untergeschoss relativ niedrig ist, musste ich ebenfalls abgewinkelte und isolierte Steckhülsen benutzen, in 4,8mm.
Es ist unglaublich wieviel unterschiedlichen Kleinkram man bei so einem Projekt braucht.
Silikonschläuche sorgen dafür dass die Sicherung möglich lange ganz bleibt. Augenzwinkern










Kommen wir zum Erdgeschoss, hier kommt auf der rechten Seite über der Hochspannungsverkabelung das Netzteil hin.

Es gibt da im allgemeinen die Lösung mit Steckernetzteilen, die ich nicht mag weil platzintensiv und wackelig, und wackelige Kontakte
ist das letzte was man braucht.
Es stehen zur Wahl Einbaunetzteile ohne Lüfter (Es gibt und wird in unserer Kiste keinen einzigen Lüfter geben). Denn ein PC schluckt
allein für den Rechner 600 - 1000 Watt, da liegen wir mit maximal 50 Watt weit darunter.
Meanwell ist eine solche Firma und da wird wohl jeder entsprechend seinen Einbauteilen selbst entscheiden müssen was er genau
braucht. Der Münzer bei mir benötigt 12 Volt, somit war schon mal klar dass ich ein kombiniertes Netzteil mit 5 + 12 Volt brauche.
Auch desshalb habe ich einen 12 Volt Verstärker gewählt, dort gibt natürlich auch 5 Volt Verstärker und so kommt man
möglicherweise mit 5 Volt aus. Die Meanwell Netzteile sind eigentlich preisgünstig, Reichelt hat alle Varianten.

Ich hatte jetzt die Wahl zwischen 2 Netzteilen, eine 35 Watt und eine 50 Watt Variante
- RD35 / 5Volt - 4A + 12Volt 1A/
- RD50 / 5Volt - 6A + 12Volt 2A/





Dilemma, die 5 Volt 4 Ampere hätten auf jeden Fall für die Elektronik gereicht, nur bei den 12 Volt ist es etwas knapp, denn 12 Watt
Leistung bei einem 20 Watt Verstärker sind knapp. Ok, ich drehe die Kiste jetzt nie voll auf, aber das sind Class D Verstärker die fast
keinen Leistungsabfall haben und bei Bässen kurzfristig die volle Leistung abrufen können, wenn die nicht da ist clippen sie, und Clipping
ergibt unangenehme Distorsionen.

Egal, beide passen und der RD50A wiegt nur 100gr mehr, also habe ich den genommen.




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Armand


15.01.2017 20:31 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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a) Vorbereitungen am Raspberry

Kleine Quizfrage, wie heißt der RaspBerry in Russland ???
nituPsaR Zunge raus

Zu der Platine des PI3 brauchen wir noch ein Gehäuse und 3 Kühlkörper, einmal für den Prozessor, den Grafik-Chip und den Speicher-Chip unter der Platine.
Es gibt unzählige Gehäusetypen für den Raspberry. Als Gehäuse für dieses Projekt interessant ist eine Variante wo die Schrauben von einer Seite zur
anderen Seite durchgehen und man damit den Rasperry auf "Stelzen" setzen kann, so von allen Seiten gut heran kommt, ja sogar mit anderen Karten
gleichen Formats kombinieren kann und eine gute Belüftung erhält, ohne zusätzlichen elektrischen Lüfter.

Interessant sind die gelaserten Gehäuse-Kits die in China nur wenige Euro kosten. Sie bestehen aus durchsichtigen und schwarzen Layern aus Plexiglas
und haben schon Stellfüße von etwa 1cm dabei. Leider sind wir in China, und es gibt jede Menge Qualitätsunterschiede.

Ich ersetze sowieso die Schrauben und füge M2,5 Langmuttern mit 20mm Länge hinzu um das erste Stockwerk zu erreichen. smile





Nach dem Zusammenbau (ein bisschen Puzzle um die Reihenfolge zu finden muss auch hier sein) ohne Anleitung, und der Bestückung mit den Kühlkörper,
sieht es dann so aus.









Wichtig ! Der Reset-Knopf !

Es gibt beim Raspberry etwas nicht, das es an jedem PC gibt, den Reset-Knopf. Warum ? Weil man natürlich am Raspberry ebenso wie am PC den Stecker
ziehen kann. smile Und im Prinzip gibt es dabei auch keine Probleme, ausser, ausser man hat eine Festplatte angeschlossen. Denn dann werden Dateien nicht
automatisch geschlossen und es droht Datenverlust. Jetzt ist es so dass der Raspberry oft ohne Festplatte betrieben wird, die Anschlüsse sind also nicht
vorhanden. Die Möglichkeit aber schon.



Auf der Plastine sind nämlich 2 Lötpunkte nicht belegt, und auf der Oberseite perverserweise mit dem Text "RUN" beschriftet. Das sind die Reset-Anschlüsse.





Was man jetzt tun kann, an dieser Stelle zwei Lötstifte einlöten um ein Kabel nach aussen anschließen zu können. Da Rasputin bei mir auf Stelzen steht,
und der Weg nach unten kürzer ist als nach oben, habe ich die Stifte hängend eingelötet.





Nur eben, die Chinesen haben natürlich an dieser Stelle keinen Ausschnitt im Gehäuse vorgesehen. Wieder ein Vorteil dieser Layer-Konstruktion ist die
einfache Möglichkeit das Loch für den Stecker nachträglich zu fräsen.










Damit ist die Platine jetzt bereit für den Einbau.


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15.01.2017 23:42 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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