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Zum Ende der Seite springen Elektro-Billard Replika Projekt
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Cleantex
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Themenstarter Thema begonnen von Cleantex
1.2.1 Nacharbeiten am Spielfeld I Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Umbau der Münz-Passage

Beim Gesamttest am Spielfeld hat ein Teil gebockt, denn es sind öfters Münzen hängengeblieben, das am Einlauf von der
hinteren Schiene zu der vorderen Spielfeldfläche. Vielleicht war ich etwas optimistisch die Führung aus nur 2 Messingteilen
zu schneiden. Ich habe zuerst versucht an dieser Stelle zu biegen und erst aufgegeben als die Lötung dort das Handtuch
geworfen hat. smile
Da wurde mir bewußt dass ich ein neues Teil hier anbringen musste, denn die Rampe hatte eine zu starke Biegung, das
einmal weil die Münze nach hinten nicht genug Platz hatte um frühzeitig umzukippen, und anderseits weil die Rampe einfach
zu kurz war. Die muss knapp bis vor die Glasscheibe reichen, damit der Einlauf sicher funktioniert. Man lernt immer wieder
hinzu.
Beides zusammen hat dann die Klemmung verursacht. Jetzt klemmen die bei meinem Totomat auch relativ oft, aber wenn
man so etwas baut dann sollte es auch zu 100% funktionieren. Der Arbeitsaufwand ist nicht mal so groß, allerdings die
Materialschlacht schon, Messing, Blechschere, Knabber, Feilen, Schleifpapier, Thermoband, Zinn, 80W Löter, Gasbrenner,
Biegezangen, Klemmen, Lötwasser, Messingreiniger usw, usw. Die eben geräumten Tische liegen wieder voll. Freude Aber jetzt
klappt die ganze bisherige Mechanik.

Vorher



Nachher



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Armand


01.08.2018 22:52 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.4.1 Stopper am Scheibenschacht Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Vorbereiten der Montage

Eine Platine muss millimetergenau an ihrem Platz sein, die Gewinnanzeigeplatine mit den Lämpchen die durch das Spielfeld
ragen. Sie bestimmt auch wo noch Platz hinter dem Spielfeld am Fallschacht der Spielmarke vorhanden ist.
Ich hatte schon vier 4x10mm tiefe Löcher gebohrt, als die Platine noch nicht bestückt war, das geht dann viel einfacher.
Jetzt habe ich dort 35mm lange Gewindebolzen eingeklebt, mit Uhu Endfest, also bis morgen muss es so liegen bleiben.
Dazwischen 15mm lange Abstandsröllchen. Stopper und Mikroschalter müssen sich den restlichen Platz teilen.





Auch Chinesenspiegel erfüllen ihren Zweck, hier zur Kontrolle der Ausrichtung an den Lämpchen. Praktisch an Stellen wo
man nicht hinkrabbeln kann.




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Armand


02.08.2018 17:51 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2. Die Halterung

Messing natürlich, was sonst. Augenzwinkern
Diesmal aus einem U-Profil 12x12mm. Die Halterung muss genau mittig sitzen sonst wird der Platz im 10mm Loch vom Spielfeld
zu eng. Sie dient als Führung für den Stopperstift, und zusätzlich werden noch 2 Messing Stellringe mit 2mm Innendurchmesser
benötigt.





Bevor die Stellringe an die Halterung gelötet werden, müssen sie noch an den Stellstift angepasst werden. Wenn man 2mm
Aussendurchmesser und 2mm Innendurchmesser hat, geht das nicht, minimales Spiel muss vorhanden sein. Dafür reicht meist
ein 2,05mm Bohrer aus, man braucht diese perversen Bohrer immer wieder.
Dann müssen sie nur noch in die gleiche Richtung und wenn möglich ohne sie zu verkanten eingelötet werden. Ehrlich,
ich hasse die Fummelei, aber es geht nicht anders.





Für die Befestigung der Halterung am hinteren Spielfeld habe ich 2 Rampa's M3 eingedreht und geklebt (beides). Das ist für mich
die beste Methode. Die Rampa Muffen brauchen wir hier weil man die Möglichkeit haben sollte, die Mechanik bei Bedarf leicht
abmontieren zu können. Darum sind auch die Löcher oben auf 6mm erweitert, um einen Schraubenzieher einstecken zu können. smile




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Armand


13.08.2018 01:15 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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3. Der Stopperstift
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So umgefähr sieht mein Verhältnis zum Radsport aus. Ich meine, auch auf einige Adepten in meinen Bekanntenkreis bezogen,
es tut den grauen Zellen weh. Völlig normal, wenn man bedenkt dass der Sauerstoff eigentlich zum Kopf will, aber in die Füsse
gezwungen wird.
Auch aktuelle Schlagzeilen scheinen das zu bestätigen. smile Trotzdem sind unsere Wege sich begegnet.
Das kam so, dass ich nach Schubstangen gesucht habe, die 2mm im Durchmesser haben, aber ein Gewinde am Ende das einen
größeren Durchmesser hat. Und da bin ich bei den Radspeichen gelandet. Alpina (für mich Laien hätte es auch Adidas sein können)
2mm mit am Ende einem FG2,3 Gewinde für die Nippel. Und da fing das Problem erst an.

Warum überhaupt ein Gewinde mit einem größeren Durchmesser? Nun ich hatte eine T-Muffe gefunden mit 2mm innen und
durch das Gewinde sollte der Stopperstift in einem engen Rahmen verstellbar sein. Schliesslich soll er etwa 1,7mm aus dem
Spielfeld ragen, wenn die Scheibe gestoppt wird.
Soweit so gut, die Speichengewinde sind nicht geschnitten sondern gerollt und das macht den Gewindedurchmesser aus.
FG2,3 aha Feingewinde, das dürfte ja kein Problem sein einen solchen Gewindebohrer zu finden um es in die T-Muffe zu schneiden.
Falsch gedacht, FG2,3 ist kein Feingewinde sondern ein
Fahrrad-Gewinde, piep. Und diese Gewindeschneider gibt es nur in Schland
und kosten um die 100 Euro das Stück !
Für ein einziges Gewinde ist mir das zu teuer.
Also musste eine andere Lösung her, und da die Speichen fast nix kosten, habe ich mir gesagt, ok, das ist gehärteter Stahl,
gerollt. Warum nicht versuchen das Gewinde mit einer Opfer-Speiche zu schneiden ?
So habe ich ein Ende der Speiche in den Schraubstock geklemmt, meine Tellermuffe in ein Dreipunktfutter gespannt um genug
Drehmoment zu haben, und so das Gewinde in die Muffe gerollt.





Natürlich mehmals angesetzt um den Messingstaub zu entfernen aber es funktionierte.





Alle Teile von der Stoppermechanik sind jetzt bereit, Stift, T-Muffe, eine leichte Feder, noch ein Stellring und ein Stück von dem
4mm Laborschlauch (Leo, mit deiner Lieferung kann ich 100 Replikas bauen) fröhlich





Und wenn alles zusammengebaut ist, sieht es so aus. Der Stopperstift wird durch die Feder immer ausgefahren sein, es sei denn
der Teller wird durch ein Relais hochgezogen.
Und das Verhüterli am Ende ist nur sehr kurz, reicht aber aus.




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Armand


13.08.2018 18:49 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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4. Das Steuer-Relais

Zur Betätigung sowohl elektrisch als auch zum herausziehen vom Stopperstift brauchen wir hier wieder ein bistabiles Relais. Und
konform mit dem Schaltplan werden diesmal 2 Arbeitskontakte benötigt. Von Ruhekontakt kann man ja bei einem bistabilen Relais
nicht sprechen. Diese Relais sind NOS und wurden in einem Schuber zu 20 Stück geliefert. Und bei näherer Hinsicht kam die erste
Überraschung, wie man im Vergleich mit einem 1poligen Relais sieht.





Auf dem nächsten Bild erkennt man es noch besser, der Anschluss für den 2ten Arbeitskontakt liegt fast am Metallaufbau vom
Relais an. Kein Platz für eine Schraube die dann sowieso mit dem Aufbau Kontakt hat. Das ist noch kein Kurzer, aber was soll das ?
Und jetzt könnte man denken, da hat jemand rumgebogen, aber die sind alle so verpackt und passen in ihren Ausschnitt im Schuber.
Also wenn jemand die Lösung kennt, wie man das damals angeschlossen hat, bitte melden. smile





Hier musste eine eigene Lösung her. Ich habe eine Messingschraube geköpft, so bleibt noch etwa 1mm über, und die Schraube
dann von hinten auf den Messingarm gelötet. Hier besteht keine Gefahr dass die Bronzefeder sich ablöst, sie ist an 2 Punkten mit
dem Arm verschweißt.





Ich habe dann noch ein Stück Teflontape (für Mausgleiter) genau an der Stelle hingeklebt, wo die Schraube anstoßen könnte,
auch wenn momentan noch ein Blatt Papier dazwischen passt. Elektrisch jetzt isoliert und durch die angelötete Schraube ist auch die
mechanische Stabilität gesichert.





Die nächste Arbeit ist "Waschen, Schneiden, Föhnen" bezogen auf die bereits genutzten Bastlerwinkel. Also Gelbchromatierung
mit Rostumwandler abwaschen usw.





Was wir noch brauchen ist eine kleine Platine, Pertinax 3mm und Schrauben, Muttern, Lötfahnen.





Und zusammengebaut sieht es dann von vorne so aus





Und von hinten. Wobei die beiden Nylon Langmuttern immer noch epochengerecht sind und wichtig, man kann die Platine mit dem
Relais einfach nach hinten abziehen, was nötig wird wenn die Stoppermechanik ausgebaut werden muss.




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Armand


15.08.2018 16:31 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.4.1 Stopper am Scheibenschacht Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

5. Die Hochzeit

Zuerst aber ein Foto wo die Spielmarke auf dem normal ausgefahrenen Stopperstift liegt, und man sieht, dass es passt.





Nach dem Anbau des Relais-Trägers an die richtige Position funktioniert auch das Einfahren vom Stopperstift. Angehoben vom
Hebelarm des Relais an der Tellermuffe. Und bleibt auch in dieser Lage ohne angelegte Spannung, da der im Relais eingebaute
Permanentmagnet eine stabile Positon beidseitig garantiert.
Hier ist es auch so dass ich den Abstand der Tellermuffe zum Spielbrett, vorher an das Relais angepasst habe. Hier braucht man
also keine zusätzlichen Verstellmöglichkeiten.











Möglicherweise mache ich noch ein kurzes Video.


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Armand


18.08.2018 22:10 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.4.2 Schalter am Scheibenschacht Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Die Qual der Wahl

Die Suche nach einer Lösung, einen Mikroschalter mit Arbeits und Ruhekontakt
durch die Spielmarke zu betätigen, hat sich als schwieriger herausgestellt als
zuerst gedacht.
Der Ausschnitt hat hier 25mm, genau so lang wie an der Auslösung der Münzweiche.
Die Planung war insoweit ja auch beim ersten Schaltplan ein einfacher Kontakt.
Das Problem, die Spielmarke muss den Mikroschalter betätigen, der aber darf diese
nicht am Weiterlaufen behindern, und da liegt der Hase im Pfeffer.
Einfacher wäre an der Stelle eine Viertelkreis-Fräsung gewesen, wobei nach dem
Betätigen, der Stift seitlich verdrängt werden würde. Ein Tipp für die Serie. smile

So sind mir 3 Lösungen eingefallen von einfach bis kompliziert :

a) Variante Warnix I

Der Mikroschalter ragt mit dem dünnen Auslösedraht etwa 0,7mm ins Spielfeld, und
zwar so dass er nach dem Schalten am Ende vom Schlitz verschwindet und die Spielmarke
vorbei lässt.
Problem : Kritische Einstellung auf 1/10tel Millimeter und schnelle Abnutzung am
Draht, nicht wirklich die Lösung.





b) Variante Warnix II ?

Ein 2mm Draht der ähnlich als bei der Münzweiche und als Schleifer ausgebildet ins
Spielfeld ragt und auf der Glasscheibe aufliegt. Beim Vorbeifallen der Spielmarke
wird der Draht etwa 1,7-2mm bewegt, was natürlich nicht reicht um den Mikroschalter
zu betätigen. Wenn man aber jetzt den Hebelarm gegenüber vom Gelenk stark verlängert
auf bis zu 10cm, dann wird der Hebelweg auch länger. Also 2mm Ausschlag auf 20mm Hebelarm
ergeben bis zu 8mm Ausschlag auf der längeren Hebelseite und bei etwa der 80mm Position.
Also rechnen, wie stark ist die Kraft dabei ? Wir brauchen die Impulskraft, die Kraft
beim Aufschlag. Und da kam dann die Ernüchterung. 4gr Spielmarke auf 5cm Fallhöhe
ergeben etwa 4,2gr Impulskraft geteilt durch 80/20, bleibt 1 Gramm bei 8mm Weg, nicht genug
um den Schalter zu betätigen. Aber probieren geht über studieren, also getestet wird sie
auf jeden Fall.

c) Variante Wirdwas III

Es ist die Komplizierteste. Ein Draht, mit einem ins Spielfeld ragendem Stift wird vertikal an
einer beweglichen Stange gelagert, er kann sich frei im Schlitz bewegen, aber nur am unteren
Ende nach aussen gedrückt werden, durch eine Art Zwangssteuerung zusammen mit der Stange die
ähnlich der Münzweiche oben gelagert ist. Eine kleine Messingrolle würde nur unten das Aufklappen
der Stange erlauben, so dass die Spielmarke vorbei fallen kann.
Der Franzose sagt dazu "Usine à gaz" Ein Gaswerk smile , was bedeutet : Funktioniert aber ziemlich
kompliziert.

Kommen wir zu Warnix II

Ich habe das also gebaut, natürlich korrekt und sauber. Und dann kam die Überraschung. Warnix II
hat perfekt funktioniert, ja an mehreren Positionen absolut unkritisch und ein bistabiles Testrelais
sogar mit 12 Volt zuverlässig geschaltet.

Wie aber kann aus Warnix II, Tutalles II werden ? Ich habe das natürlich wissen müssen und die Antwort
gefunden. Das Zauberwort heißt "Spaltkraft"
In Wirklichkeit verhält sich die einfallende Spielmarke wie ein Keil zwischen Drahtparabole und Glas,
das ergibt ein Kraft am Draht von etwa 2,5x dem Gewicht der Spielmarke, also etwa 10gr. Ja man merkt
das sogar wenn man den Draht auf dem Finger liegen hat, wenn die Spielmarke vorbeifällt.

Ein kleines Video beschreibt den Vorgang :



Somit ist das die angewandte Konstruktion, Wirdwas III bleibt in der Schublade. Tutalles II der Sieger.

Von der Spielflächenseite her, der zur Parabole gebogene Draht, ähnlich der Münzweiche.






Auf der Rückseite ist oben eine Führung mit Schlitz, die eigentlich nicht gebraucht wird, da der Draht gut gelagert ist.
Es ist mehr eine Sicherung nicht daran hängen zu bleiben. Deshalb auch an der Spitze.
Nun kann man sich fragen, warum ist der Draht so lang, wenn der Schalter etwa in der Mitte sitzt ?
Es geht eigentlich nur darum genügend Masse zu haben für den Impuls am Schalter.







Unten ist dann reines Recycling, von dieser Lagerung gibt es frühere Fotos, da war einmal die erste gescheiterte
Münzweiche und später eine reine Draht-Alternative zur jetzigen Konstruktion. Hier hat sie nun definitiv ihren Platz gefunden. smile







Auf diesem Bild noch die Gesamtübersicht der mechanischen Teile an der Spielfeld-Rückseite.

Es bleibt nur noch eine freie Ecke, unten rechts. Dorthin kommt die Auszahlungsmechanik. Es ist der letzte Anbau am Spielfeld,
bevor es in die Kiste geht. Augenzwinkern





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Armand


15.09.2018 18:56 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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1.2.2 Nacharbeiten am Spielfeld II Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Noch ein Stift

Nochmals sind Nacharbeiten geplant, es sollen wirklich die letzten sein, bisher ist er unverletzt. Teufel Diesmal aber am
vorderen Spielfeld, das ist ein bisschen Operation am offenen Herzen, da das Spielfeld beidseitig bestückt ist, und
man es nicht mehr auf einen Arbeitstisch legen kann.
Ich habe es so gemacht dass ich zuerst die Glasscheiben entfernt habe und danach mit Abstandsleisten das Spielfeld
verkehrt herum im Rahmen befestigt habe. Es hat sich wieder mal gezeigt dass dieser Hilfsrahmen sehr wertvoll ist.

Es geht dabei um einen zusätzlichen Stift oben am Münzeinlauf, um das Zurückspringen in den Münzschacht weitgehend
zu unterbinden.
Ich habe mir länger überlegt ob es einen Vorteil für den Spieler (absolut zu vermeiden Freude ), oder eher ein Nachteil ist.
Fakt, die Spielmarke wird jetzt öfter in die rechte Nagelreihe neben dem Münzschacht eintauchen. Die Kugel 5 wird also
öfters erscheinen. Das ist aber für den Spieler eher ein Nachteil, da hier nur die Kugel 5 aufleuchten wird. Er muss also
um 80 Pfennig zu gewinnen mit den 2 nächsten Würfen bei jedem Versuch mindestens jeweils 2 Kontakte auslösen.
Es vermindert damit die Chance auf den Höchstgewinn. Bei einem zweiten Eintauchen in die rechte Nagelreihe, bleiben
faktisch nur 20 Pfennig als möglicher Gewinn übrig, da er mit dem letzten Wurf die Kugel-Kontakte 1 ,2 , und 3 treffen
muss um noch zu gewinnen.



2. Doppeltes Langloch

Das war mein zweites ausstehende Problem. Ich habe gemerkt dass die beiden Stifte die unten an der Auszahlung als
Arretierung dienen, unbedingt verstellbar sein müssen. Dieses Problem gibt es ja an den meisten Fingerschläger und allen
Automaten mit Münzschächten auf dem Spielfeld, den Einlauf in die Kasse.
Wenn nämlich die Münzkolonne nicht am richtigen Punkt oben endet, wird der Überlauf in die Kasse blockiert, es sieht dann
aus wie am Lübecker Kreuz. smile Somit blieb nur eine Lösung, die Stifte mussten raus und höhenverstellbar angebracht werden.




Aber Vorsicht ist hier angesagt, Nachlackieren nicht möglich.

- Ich habe zuerst eine Messingschablone gebohrt, einmal mit 2mm Loch und 2x 3mm Bohrungen im horizontalen Abstand der
beiden Stifte, und mit genau 3mm vertikal untereinander.
- Dann die Messingplatte auf die Stahlstifte gedrückt und die 3mm Löcher direkt darunter gefräst. Ein Holzbohrer ist hier schlecht,
da er im Gegensatz zu einem Schlichtfräser immer etwas fasert.
- Nun können die Stifte herausgeschlagen werden.
- Danach kommen Abschnitte von 3mm Alurohr zum Einsatz, die in die Bohrungen im Spielfeld und die noch ungenutzten Bohrungen
in der Messingschablone gesteckt werden.
- Somit können jetzt auch die 3mm Bohrungen zielgenau über den ehemaligen Stiftlöcher angebracht werden.
- Als nächstes werden auf dem Koordinatentisch die Bohrungen in der Messingplatte durchgefräst zu Langlöcher.




- Letzte Operation ist das Fräsen der Langlöcher am Spielfeld mit Hilfe der Schablone.
Aufwendig, aber man ist ja selbst Schuld an seinen Vergeßlicheiten. Augenzwinkern


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Armand


02.11.2018 16:18 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
Cleantex
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2.5.1 Planung der Auszahlung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Die CAD-Zeichnung

Soweit habe ich das fertig, was die Planung anbelangt. Jetzt muss das nur noch mit Inhalt gefüllt werden.



Ich möchte aber kurz erklären wie das funktionieren soll. Braun sind hier die Messingprofile, violett die Stifte die etwa 1,8mm ins Spielfeld
ragen, und grün sind Buchsen mit 4mm Achsenspiel.
Wer den Bajazzo kennt, weiß wie hier die Figur auf 2 langen Achsen verschoben wird, wobei der Gleitschlitten nur auf der unteren Seite
in der Achse mit Buchsen geführt wird, oben aber eher locker an dieser Achse gleitet. Das hat einen Grund, denn eine Buchsenführung auf
2 Achsen verklemmt sehr gerne. Allein die Temperaturen können hierbei eine wichtige Rolle spielen.
In diesem meinem Fall gibt es eine einzige Achse die genau mittig und über den Stiften steht. Einmal ist diese 4mm Achse an beiden Seiten
fest verschraubt, an den stehenden Lagerböcken, anderseits gleitet ein Schlitten unter dieser Achse auf Buchsen, der auch die Stifte
im Spielfeld führt.
Jetzt ist es so dass es einen zweiten Gleitpfad geben muss, damit dieser Schlitten stabil zum Spielfeld steht.
Da habe ich eine sehr einfache Lösung. Denn der Kern vom Hubmagnet ist genau hierzu ideal und spart die zweite Achse. Die seitliche Kraft
auf diesen Kern ist minimal, da es ja nur um die Verschiebung geht.
Und wegen dieser minimalen Kraft, die ja viel kleiner ist als ein flacher Auszahlungsschieber mit dem vielfachen Reibungswiderstand, kann es
sein dass ich ein sehr kleines Hubmagnet verwenden kann. Das aber wiederum können nur die Versuche zeigen.

Small is beautiful smile


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Armand


21.11.2018 16:06 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.5.2 Bau der Auszahlungsmechanik Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Messingteile für den Schlitten.

Der setzt sich eigentlich aus zwei grundsätzlichen Teilen zusammen, dem Ober- und dem Unter- Schlitten.
Der Oberschlitten gleitet auf einer 4mm Stahlachse, der Unterschlitten ist mit dem Oberschlitten mittels
zwei M3 Gewindeschrauben verbunden und trägt die Stifte welche jeweils zwei Münzen in Richtung
Auszahlungsschale verschieben.

Der Oberschlitten besteht dabei aus einem 12x12x1mm Messing U-Profil, die Endstücke welche die Buchsen
aufnehmen sind aus einem 10x10x2mm U-Profil geschnitten.

Dabei zeigt sich wieder dass Messing Teufelszeug ist und sich relatif schwer bearbeiten lässt, im Verhältnis
mit anderen Materialien. Leider mag ich das Zeug. smile

Um die kleinen Teile während der Bearbeitung zu halten braucht man eine präzise Klemmtechnik, wie den
kleinen 26mm Paulimot Niederzug. Leider habe ich keinen solchen in Sinus-Ausführung, also im Winkel verstellbar
wie Uhrmacher sie in der Grösse haben.
Fräsen geht aber auch wenn man eine Bauwinkel ab 2,5mm findet, der natürlich genau rechtwinklig sein muss
und in den man die Löcher bohrt um den Niederzug seitlich zu befestigen. Bei mir 60° und 45° und das klappt
auch besonders wenn man es langsam angeht.





Das mit dem 6mm Loch ist dann wieder eine ganz andere Sache, hier spannt man den Kleinen in den
Maschinenschraubstock mit etwas Aluminium, um ihn nicht zu verletzen. Was man jetzt nicht braucht um
ein 6mm Loch in ein 10mm breites Profilstück zu fertigen ist.... ein Bohrer. Messing hat die unangenehme
Eigenschaft dass Bohrer sich in das Material einfressen, und bei so einem kleinen Teil es sofort aus dem
Klemmbereich ziehen ---> Schrott.
Besser, viel besser geht es mit einem 5 oder 6 Zahn Schaftfräser mit 6mm Durchmesser.





Soweit habe ich also den Bausatz fertig, jetzt müssen noch alle Teile sauber miteinander verlötet werden.
Und natürlich die Stifte am Unterschlitten befestigt werden. Dieser besteht wiederum aus einer massiven
Messingstange 5x8mm.




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Armand


24.01.2019 21:27 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.5.2 Bau der Auszahlungsmechanik Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

2. Fertigen des Oberschlittens.

Es ist eigentlich der schwierigste Teil der Auszahlung, denn die 5 Teile müssen zusammengelötet werden
und natürlich so dass die Buchsen aliniert sind damit sie frei auf der Achse gleiten können. Dabei ist die erste
Aufgabe das Vorlöten der Areale die nachher miteinander verlötet werden sollen. Gute Hilfe leistet dabei
selbstklebendes Kaptonband das verhindert dass der Lötzinn dorthin gelangt, wo er nichts zu suchen hat. Augenzwinkern
Das Band hält etwa 400-450° aus, für normales Weichlöten reicht das. Mit 5mm + 10mm Band kommt man
schon sehr lange und die kosten auch kein Vermögen.
Was noch dazu gehört, 1mm Lötzinn mit maximal 0,5% Flussmittelgehalt und natürlich Lötwasser. Sobald die
Temperatur ansteigt, die Areale bepinseln und bei erreichen der Löttemperatur etwas Zinn auf dem Messing
verteilen. Der hat aber die Tendenz kleine Tropfen zu bilden, aber über Oberflächenspannung labere ich jetzt
nicht.
Zum Verteilen benutze ich Entlötlitze, die sich sobald sie vollgesaugt ist zur Einlötlitze wandelt und mit einem
Zahnstocher angedrückt schmiere ich damit über die Flächen. Das ergibt genau die Dicke an Auftrag die man
haben möchte.





Das verkürzste Achsenstück dient natürlich dazu die Buchsen mit ihren Schrauben in der richtigen Distanz zu
befestigen, damit alles in Richtung bleibt und nicht auseinander fällt. Danach werden die Teile so übereinander
gestülpt dass beim Erhitzen das Profil über die Buchsenhalter gleitet und sich so alles verbindet. Gewundert
habe ich mich dass mein 80 W Kolben gereicht hat, der 200 W blieb im Schrank. smile
Dann müssen beide Seiten nochmal nachgelötet werden, durch die Kapillarwirkung wird der neue Zinn in die
Spalten gezogen und sichert damit eine bombenfeste Verbindung. Hierzu liegt das Teil auf dem Kolben.

Warum ist die Lötspitze in Alupapier gewickelt ? Auch das ist eine Maßnahme um Schmierereien zu verhindern,
denn das Alupapier überträgt die Hitze sehr gut, nimmt aber kein Lötzinn an. Gelernt habe ich das im Modellbau,
wo man oft verschmierte Teile nicht mehr lackieren kann und als Schrott entsorgen muss.





Das war jetzt wirklich der kniffligste Teil vom Auszahlungsschieber (hoffe ich wenigstens) Ich mag Arbeiten nicht
die man nur schwer unterbrechen kann. smile Mit angeschraubtem Hebelarm für den Stößel am Hubmagnet sieht
der fertige Oberschlitten dann so aus.





Nächste Arbeit ist logischerweise der Unterschlitten, der 2x M3 Gewinde hat um sich mit dem Oberschlitten zu verbinden.
Da kommen dann auch wieder die Radler ins Spiel.


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Armand


16.03.2019 18:35 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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3. Fertigen des Unterschlittens.

Löten war gestern, jetzt ist wieder Fahrradbau angesagt. Auf die Sache mit den Speichen bin ich ja erst beim
Stopper gekommen, und das schien mir auch hier die beste Methode.
Also einfach die Dinger reinmurksen, ohne Gewindeschneiden, die sitzen dann bombenfest.

Nur, nach fest kommt ab.
Und so war es dann auch, die letzte und längste Speiche ist mir am Gewinde abgebrochen. traurig
Glücklicherweise stand das restliche Gewinde auf der Rückseite noch etwa 3mm hervor. Hätte ich den Rest
nicht herausbekommen, hätte ich auch den ganzen Schlitten neu anfertigen müssen.
Aber mit gut zureden, Wd40 und der kleinen Proxxon Gasflamme bekam ich den Rest heraus.
8 Alpina F1 Speichen, wobei die ja unterschiedlich lang sein müssen um sie nacheinander eindrehen zu können.
Ich hatte hier etwas lang mit dem ersten angefangen ohne zu kontrollieren dass die Stifte nur 12mm hier
haben werden.





Der neue kleine Schraubstock von Proxxon ist gefräst und viel präziser als das grüne Modell. Somit werden die
Speichen zuerst grob gekürzt und dann an der TBM 220 mit eingesetzter Keramikscheibe auf 12mm gekürzt.
Warum 12mm ? Nun, der Unterschlitten läuft in der Ausfräsung. Die ist 9mm tief, die Hälfte von der Spielfelddicke.
Also 9mm Holz + 1mm Abstand zum Fräsgrund und 2mm in das Spielfeld ragen ergibt 12mm. Wobei etwa 1,6-1,8mm
Tiefe hinter der Glasscheibe sein sollten. Glasschneider sind dort nicht gefragt. smile




4. Die Hochzeit.

Wenn die Stifte die richtige Länge haben dann ist dieses Teil auch fertig und danach werden Ober- und Unterschlitten
miteinander verschraubt. Und wie man auf den Fotos sieht, passt alles. Die Schrauben am Relaishebel werden noch gekürzt.
Inbusschrauben und Sicherungsmuttern sind leider verboten, aber mit etwas Chemie wie Lock Bond kann man da nachhelfen. Augenzwinkern













Was noch bleibt, die letzten Speichen am verstellbaren Stopper. Die sind etwa 20mm lang, da es hier keine Ausfräsung gibt
und 18mm Spielfelddicke und die 2mm etwa bis zur Scheibe gebraucht werden.





Das sind jetzt die meisten Teile, was noch fehlt sind die beiden Halter für die Schubstange.
Auch der Oberschlitten "taucht" etwa 3mm tief in die Ausfräsung, das muss natürlich berücksichtigt werden. Demnächst ...


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Armand


25.03.2019 00:02 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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5. Rampa-Orgie.

Ich hasse die Dinger eigentlich, aber über die Jahre herrscht Frieden zwischen uns.
Diese hier sind aus Stahl m3 6x10mm und ich verwende sie mit Vorliebe an der Spielplatte.
Ab m4 geht es hier eigentlich einfacher, m4 Gewindestangen zu verwenden, mit Uhu-Endfest eingeklebt.
Einsetzen tue ich die Rampa's mit einer langen Inbus+Kontermutter. Und hier wird das 5x12mm Kernloch
im Holz ebenfalls erst mit Endfest eingeschmiert. Bei den DIN 7965 gibt es nur ein Gewinde in der ersten
Hälfte, die untere Hälfte der Rampa ist recht weit gebohrt und kann so auch keinen Klebstoff hochziehen,
ideal.
Korrigieren kann man die Höhe dann immer noch mit einem Schraubenzieher am Schlitz. Direkt damit die
Rampa's einzusetzen geht mit Sicherheit schief.





Trotzdem arbeitet sich manchmal eine dünne Schicht vom Material hoch, das kann man dann einfach
herunterschleifen, und wenn mal ein Stück davon abplatzt wie hier am U-Bahn Schacht, hilft Pattex Stabilit
die Lücken zu füllen.
An diesem Bauteil musste alles mit Rampa's befestigt werden da die meisten Elemente verstellbar und
abnehmbar sein mussten.

6. The Eagle has landed.

Irgendwie schon, es ist das letzte Automatenteil das noch fehlte, ausser der Elektrik und Verkablung.
Und es hat bis jetzt alles gepasst und kein Schrott wurde nicht gebaut. Augenzwinkern
(die doppelte Verneinung ist aus sprachrechtlichen Gründen den Bayern vorbehalten)









Wie schon gesagt, fast alle Dimensionen haben so geklappt wie geplant, an beiden Seiten habe ich 2x
m3 O-Ringe auf die Welle geschoben, aber nur auf der rechten Seite dienen sie als Anschlag für die Feder
am Hubmagnet. Kommen wir zum Hubmagnet.
Es hatte chinesische Eltern, wurde dann aber eingedeutscht. Und es ist die kleinste Variante die ich auf
Lager habe mit nur 3 Watt Leistung. Ich hatte einige Zweifel dass das genug ist, aber der Zwerg reicht
gefühlt um den Schlitten mit genug Kraft anzuziehen und wieder zurück zu schieben. Wichtig auch, mein
kleiner 18Watt Trafo wird wohl für die Kiste reichen.
Getestet habe ich es in der Realität noch nicht, dazu muss ich erst die Scheiben wieder einsetzen. Und
überall ragen die Stifte etwa 1,7mm vorne aus dem Spielfeld, wie es sein sollte.
Also geplante Unterlegscheiben brauche ich keine.
Der Weg am Schlitten beträgt nur 8mm. Aber bei 21,5mm Münzen ?
Hier spielt wieder die Geometrik eine Rolle, die von gleichschenklichen Dreiecken und da ergibt sich eine
Öffnung von 8mm x Wurzel 2 = 11,3mm. Für die 10erl ein Scheunentor. Augenzwinkern

Wie geht es jetzt weiter ? Nun zuerst werde ich das Spielfeld mit den Glasplatten wieder zusammenbringen
um die Auszahlung und die anderen Anpassungen, wie den zusätzlichen Stift am Schleuderschacht, zu testen.

Von der Auszahlung gibt es natürlich ein kleines Video.

Was noch fehlt, eine kleine Schiene unter der Auszahlung selbst, um beide Münzen in die Schale zu lenken,
das muss ich noch fräsen.


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Armand


17.04.2019 16:31 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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7. Die Rampe.

Die beiden Bilder reiche ich noch nach, es geht um die Schiene an der Auszahlung so dass auch die linke Münze in die Schale fällt.
Sie ist mit zwei Schrauben am unteren Rand vom Spielfeld befestigt. Ausserdem ist sie auch in der CAD-Zeichnung eingeplant.







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Armand


18.04.2019 18:17 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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2.5.3 Einbau der Auszahlungsmechanik Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

8. Das Video der Auszahlung.

Jetzt habe ich doch heute die Zeit gefunden um die Glasplatten wieder mit der Spielplatte zu vereinen,
und dabei auch das nächste Video gedreht, um vor allem die Zwillings-Auszahlungsmechanik am werkeln
zu sehen, und damit ist die Konstruktion der Mechanik für mich beendet.




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Armand


22.04.2019 21:17 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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3.6.1 Einbau der Relais-Platinen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen


Inzwischen ist mein Rampa-Bestand bei genau 0 angekommen, ich meine die m3 6x10mm Variante.
Und soweit ich sehe, brauche ich auch keine mehr. Anzeigeplatine, Auszahlungsplatine und Rundenzählerplatine
haben inzwischen ihren Platz gefunden. Und doch ist es verdammt eng auf dem Spielfeld. Aber auch desshalb weil
die Fläche nur etwa halb so groß ist wie beim V&S Zwergensarg. smile
Ich wollte halt die Dimensionen an den Treff-Fingerschlag Automaten anpassen, auch weil es damals das Gehäuse
von Tobias gab. Zur Not hätte ich eine Platine noch an der Rückwand anbringen können, was wiederum den
Verkablungsaufwand fast verdoppelt hätte. Aber jetzt ist es geschafft, die Rundenzählerplatine hat ihren Platz
stehend zwischen den Treffer-Kontakten gefunden und sogar die passend gemachten Winkel hierzu habe ich
gefunden. Jedenfalls ist er jetzt fertig für die Verkabelung. smile












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Armand


15.05.2019 11:13 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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3.6.2 Verkabelung aller Komponenten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Die Suche nach dem Stecker

Was sicher ist, zwischen Münzprüfer und Elektrik muss es eine steckbare Verbindung geben, wie es auch bei vielen
50er Jahre Automaten der Fall ist. Denn man muss die Münzeinheit auseinander bauen können, und hier ist es so
dass das Relais am Münzprüfer den Gesamt-Strom für den Automaten einschaltet.

Und entsprechend Schaltplan sind das 5 Drahtanschlüsse. Ich hatte relativ früh dabei an Oktal Röhrensockel gedacht.
Die entsprechenden Stecker kann man aus Ersatzsockel relativ leicht herstellen, nur ... die Dinger einmal eingesteckt
sitzen verdammt fest, so fest dass es fast einen Schraubendreher zum Trennen benötigt, und ich habe europäische,
russische und asiatische Sockel getestet, alles für den Eimer.
Auch ein Versuch mit Noval Sockel scheiterte an der Gewaltaufwendung. Wahnsinn.



Da habe ich an die Mikrofonbuchsen gedacht, solche gab es auch schon an den Ami-Funkgeräten in Kloppe II. smile
Und die findet man heute noch, auch fünfpolig und leichtgängig und klein.

2. Die Suche nach der Kabelbox

Aber damit war das Problem der Kabelbox noch nicht gelöst, und mein Platz ist beschränkt. Aktuelle Plaste-
Kabelboxen (PS,PE,PP) fallen aus, bleibt nur Bakelit und Druckguss. Und beides gab es in den 50er.
Und da habe ich tatsächlich das kleinste Druckgussgehäuse der Welt? gefunden, 50x45x30mm. Passend und solide
genug um einen Sockel darauf zu montieren. Und innen ist auch eine Schraube um eine kleine Platine zu befestigen,
und wie schon vorher habe ich für die Lötverbindungen wieder Lötnieten benutzt.



Auf der Rückseite sind dann 3x die Nieten miteinander verbunden, einfach durch Lötösen im richtigen Abstand,
hier 11mm.



Die Kabelfarben wären auch die Farben auf diesem älteren Schaltplan vom Münzprüfer



Somit ist die Kabelbox ebenfalls komplett, hier fehlen noch die Anschlüsse an den Sockel für den Stecker
vom Münzprüfer. Ohnehin wird das Gehäuse erst zusammengeschraubt wenn das untere Teil fest mit dem
Spielfeld verschraubt ist. Von dieser Box gehen dann die Spannungen an alle Platinen sowie auch die
Permanentspannung an das Stopperrelais. Alle anderen Kabel laufen nur noch zwischen den 3 Platinen
und/oder den Nagelkontakten.
Leider fehlen mir jetzt 2 Rampa's m3 6x10mm. Die Dinger sind wirklich nicht mal mehr ab Werk erhältlich.
Was ist da los ? Jetzt habe ich aber noch eine Box mit 100Stück gefunden. Aber wieder warten.



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Armand


25.05.2019 20:32 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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3. Die Rückkehr der Stickerin

Diesmal ist der Faden dicker, 1mm gewachstes Garn. Und das wird auch heute noch so angewandt, auch bei der Luft- und
Raumfahrt. Wobei der Unterschied darin liegt dass mit Baumwolle wie früher oder Mylar bei den Satelliten, glatte Kabel
sich eher schwerer verzurren lassen. Dabei werden sowohl Knoten wie laufende Verknotungen an den Kabelsträngen
gemischt. Man eignet sich die Methoden eigentlich schnell an. Eine Übersicht über Anfangsknoten und laufende Knoten ist
angehängt. Interessant bei den laufenden Knoten ist die Variante C, die sich bei unseren Kabeln eigentlich besser eignet
als B. Wobei dann aber wieder bei der Endverknotung, wo mehrere dieser Knoten aneinander gesetzt werden müssen,
B besser funktioniert weil man die Knoten näher aneinander setzen kann. smile Man kann also sehr gut die einzelnen Methoden
mischen, das haben die Alten früher auch wohl so gemacht.




















Link zum Kabelbinden 1
Link zum Kabelbinden 2

Cleantex hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
LacingStitch_01.jpg LacingStitch_02.jpg



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08.06.2019 13:18 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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4. Die Joy Fleming Brücke

Da der Mannheimer Stadtrat es ja eigentlich versäumt hat, die Kurpfalzbrücke in Joy Fleming Brücke umzutaufen, hole ich das nach.
Denn Deutschlands beste Blues-Sängerin EVER hat es verdient.
Die Brücke hier führt über die hintere Münzpassage und hier geht nicht der Karl über den Strom, sondern der Strom iwwa die Brigg.
"Erna" Joy Fleming hatte nur ein Problem, das Schönheitsideal der 60er. Denn Joy sah nicht aus wie die junge Klum als sie jung war,
eher wie die alte Klum. Und eine Sängerin musste damals wie eine Prinzessin aussehen (da gibt es aber auch ein paar Exemplare !),
auch wenn die Stimme wie eine Gemüseraspel klang. Freude Ja, eine Beth Ditto hätte es im damaligen Deutschland noch eben so in die
Putzkolonne der Kurpfalzbrücke geschafft, Abteilung Hundehäufchen.




5. Luftaufnahme

Es ist also vollbracht, das Spielfeld ist bis auf die Deko vorne fertig. Ob alles funktioniert muss dann die nächste Etappe zeigen.
Ich habe die Verkabelung zwar mehrfach überprüft, ja sogar einen Fehler gefunden. Aber Rauchzeichen möchte ich vermeiden.
Zuerst muss ich das Ganze mal aufrichten und hoffe dass mein Behelfsrahmen hält. Er ist ja nur aus 12mm MDF und ansonsten
nicht verstärkt. Ausserdem liegt jetzt unter der Spielplatte jede Menge Kram noch rum. smile
Eine Sicherung brauche ich auf jeden Fall noch am Trafo, muss dann auch den Strom messen ob er nicht zu schwach auf der Brust
ist und da gibt es noch Unbekannte. Jedenfalls sind jetzt alle Komponente die bisher nur einzeln getestet wurden, miteinander
verbunden. Entweder kommt also demnächst ein Video mit echtem Spiel, oder es gibt Nacharbeit.



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Armand


08.06.2019 13:42 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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1.2.3 Nacharbeiten am Spielfeld III Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

1. Erste Tests

Die liegen nun schon ein Weilchen zurück, und es hat sich herausgestellt dass dabei Nacharbeiten angesagt waren, in einem Bereich
wo es unerwartet war. Vorhanden waren zuerst 2 Schaltfehler durch falsch angelötete Kabel, leicht zu finden und leicht behebbar.
Was nicht sofort behebbar war, die relative Unempfindlichkeit der Federkontakte, ja sogar wenn die Spielmarke ihn voll auf die Nuss
traf, markierte der Zähler oft nicht. smile
Das hätte im normalen Automatengeschäft mit einem Duell Bierglas gegen Flachglas geendet. Augenzwinkern
Aber so einfach war es nicht, die Probleme waren vielfältig.

2. Ursachensuche

Ich habe mir also zuerst den Vater&Söhne von POS angesehen. Hier ist mir aufgefallen das die Trefferkontakte 2 Kontaktnieten, wohl
Wolfram, jeweils sehr weit vorne an jedem Federblatt hatten. Zusätzlich waren die Federblätter auch noch vorne gespalten.
Mir war jetzt klar dass neue Kontakte her mussten, mit ebenfalls den Nieten sehr weit vorne und dass bestehende fertige Kontakte
aus dem Flipperbereich wie die ausgewählten Slingshot-Kontakte nicht die Lösung waren.
Aber die Bauteile findet man eben heute nur noch in diesem Bereich.

3. Ein Automat zwischen den Welten.

Bei den Flippern scheidet man in 2 Kategorien :
a) die EM Flipper
b) die SS Flipper

EM heißt "Electro-Mechanical" oder elektromechanische Geräte, die meist nur bis Mitte der 70er Jahre gebaut wurden.
SS Flipper wurden nicht von H. Himmler erfunden, die Abkürzung steht für "Solid State", also Elektronik, wobei es auch bei diesen
Flippern vieles an Klappertechnik aus der EM Zeit gab.

Und diese Replika hier liegt irgendwo dazwischen, es gibt zwar, wie auch geplant, nur Technik aus den 50er, also keine Elektronik,
dafür aber DC Niederspannung 24Volt und keine Netzspannung.
Und da fängt das Problem dann an.

4. Gold oder Wolfram.

Man findet heutzutage zwei Varianten an Kontaktnieten, Goldnieten und Wolframnieten. Gedacht für eben beide getrennte Bereiche
in die man die Flipper eingeteilt hat.
Desshalb war mein erster Gedanke, einige Tests mit Wolfram-Nieten zu machen, sie sind unempfindlicher aber auch weniger kontakt-
freundlich als die Goldnieten. Was ich so gefunden habe, keine kleinen Wolframnieten, eher Kochtöpfe. Normal denn im EM-Bereich
flammt es ganz schön an den Kontakten, das weiß jeder der schon mal an einem alten Flipper eine Kugel geschoben hat.
Und dafür brauchen sie eben viel Material, wobei im AC Bereich auch bei 230Volt bei jedem Funken nicht nur an einem Kontakt Material
abgebaut wird, sondern sich auch auf dem Gegenkontakt ablegt, ganz wie zufällig der Strom fließt. Und wenn sie so aussehen,
feilt man sie ab. Auch Selbstinduktionsspannung an den Spulen ist kein Problem, da Wechselspannung um einen Nullpunkt dreht.

Und da finde ich in einem Shop (Hartmut, deine Freunde sind nich alle seriös) Wolframnieten in 2mm. Eigentlich perfekt für einen Test.
Aber wer kann schon dafür wenn einem eine Flipperkugel gegen den Kopf fliegt....
Es hat sich nämlich bei der Lieferung herausgestellt dass der Banause 2mm
Dicke gemeint hat. Augen rollen

Mit diesen Kontaktnieten kann man Dame oder Mühle spielen. Schwer wie Blei taugen sie nicht für unsere empfindlichen Kontakte.
Die V&S Nieten haben etwa 2mm im Durchmesser und sind sehr klein. Aber leider heutzutage unauffindbar.




Im allgemeinen muss man sagen, dass POS hier auch wesentlich von der Flipper-Szene abgeweicht ist. Die Relais sind zwar auch
230V Wechselstrom, haben aber einen ohmischen Widerstand von 1000 Ohm. Sehr viel im Verhältnis zu EM Flipperspulen die
teilweise unter 200 Ohm haben.

Eins steht aber fest. Wir müssen mit unseren Goldnieten jetzt leben.

5. Das Leben mit den Goldnieten

Ich habe also zuerst nach Spezifikationen dieser Kontakte gesucht. Beruhigend dabei, es ist eine Goldauflage auf Massiv-Silber,
und so ist der Kontakt auch garantiert falls die Goldauflage Schaden nehmen sollte.
Ich habe also jede Menge Applikations-Schriften von Relais und Mikroschalter Hersteller in den letzten Wochen gelesen. Und
ebenfalls jede Menge Literatur aus Flipperschaltplänen und von den Freaks.

Und dabei hat sich eine Spezifikation herausgeschält. Um eine Funkenstrecke zu vermeiden sind die Obergrenzen bei den
Goldnieten etwa :
25Volt Gleichspannung mit 25mA Strom Um diese Grenzen einzuhalten wurden einige Umbauten an der
Gewinnermittlung notwendig.

6. Neue Widerstände in der Schaltung

Ein Fehler in der Planung, ich hatte vergessen, dass Glühbirnen einen sehr niedrigen Kaltwiderstand besitzen. Der Schaltbereich
war zu einfach um sich zuviel den Kopf darüber zu zerbrechen.
Dass man beim Verschlucken sterben kann, hat man auch nicht immer während dem Essen im Kopf. Augenzwinkern
Hier lagen also in den vorherigen Schaltungen diese 28 Ohm parallel zu den Relais und wurden gleichzeitig vom Kontakt eingeschaltet.
Sofort flossen etwa 1 Ampere durch die Kontakte, und nicht nur ergab das ein nettes Funkfeuer, auch die Relais reagierten dadurch
etwas schlechter.

Wie man auf dem nachfolgenden Ausschnitt aus dem Schaltplan sieht, liegen jetzt 2000 Ohm in Reihe mit den Lämpchen. Diese
Widerstände werden hier doppelt benutzt.
Einmal begrenzen sie den Strom auf wenige mA, damit ist das Funkfeuer beendet. Anderseits und schaltungsbedingt, sobald das
Relais seinen Selbshaltekontakt schliesst, wird es über diesen Widerstand mit genug Strom versorgt um nicht abzufallen (etwa 8V).
Der fliesst dann in die andere Richtung über den Widerstand.
Interessant, man könnte theoretisch heute auch diesen Widerstand durch eine Freilaufdiode ersetzen, sogar vorteilhaft denn es
würden von den Federkontakten null Strom zu den Lämpchen gehen, und die Selbsthaltespannung wäre viel höher (24V-0,7V).
Nur eben, die gab es damals leider nicht.





7. Bei Bally abkupfern

Ich meine natürlich die Flipper, nicht die Schuhe. Augenzwinkern
Auf jeden Fall hat dann Bally mich auf die Spur gebracht um die Empfindlichkeit der Schaltung an den Kontakten zu erhöhen.
Denn Bally hatte einige Gleichstrom-Flipper, ich glaube 50 Volt, an den Markt gebracht und eine Methode gefunden um die
Kontaktzeit künstlich zu verlängern. smile

Das Problem :

- diese Relais brauchen etwas 3 Milli-Sekunden um in den Selbsthaltenmodus zu gehen.
- Kontakt ist an den Federblättern gegeben zwischen etwa 1-5 Milli-Sekunden, ganz wie die Scheibe zufällig trifft.
Zusätzlich prellt der Kontakt und es können so mehrere Impulse im Milli-Sekunden Abstand vorkommen. Ob das Relais schaltet
oder nicht ist in diesem Fall reiner Zufall.

Lösung : An jedem Kontakt ein Kondensator der den Schaltimpuls verlängert und/oder die Pausen beim Prellen überbrückt.
In Reihe liegt noch ein kleinohmiger Widerstand.

Nun ging es also darum die richtigen Werte zu finden. Das war mein Job.
Wie funtioniert das Ganze ? Wenn der Kontakt schliesst, endlädt sich der auf 24V geladene Kondensator über den Kontakt.
Desshalb auch der Widerstand damit der Strom dabei nicht zu hoch ansteigt.
Wenn der Kontakt sich (frühzeitig löst), fliesst der Strom weiter über den entladenen Kondensator und verlängert den Kontakt
und aktiviert das Relais. Der Effekt ist sehr wichtig und viele Freaks haben es auch gemerkt dass ohne die Konsis diese Flipper-
Generation nur mangelhaft funktioniert.

Ok, berechnen wir mal was wir brauchen.
Was ich herausgefunden habe, ein guter Wert sind in dieser Schaltung 10uF für die Kondensatoren zusammen mit einem 20 Ohm
Widerstand in Reihe. Das ergibt :

a) beim Entladen über den Kontakt, etwa 1,2 Ampere aber am wichtigsten, für eine sehr kurze Zeit. Nämlich kürzer als der Kontakt
im ungünstigen Fall schliesst. Das sind etwa 1 Milli-Sekunde. Das Entladen dauert dabei nach Formel R*C, etwa 200 Mikro-Sekunden,
5mal schneller.
b) beim Laden über das Relais, etwa 24 mA (Milli-Ampere) und was die Zeit angeht R*C so ergibt das 10 Milli-Sekunden, das ist bei
weitem genug um das Relais in Selbsthaltung zu schalten.

8. Logikeinheit V02.07

Ich bin mir jetzt fast sicher, es sind die letzten Umbauten gewesen.
Die Problematik der Spielfeldkontakte hatte sich als von mir unterschätzt herausgestellt.
Aber dieser Automat wurde ja auch von mir gebaut um die Probleme damaliger Automatenbauer mitzuerleben.
Diese Leute haben viel geleistet um Automaten zu entwickeln die dann auch nur 2 Jahre im Einsatz bleiben durften. Kein Wunder
dass fast alle Pleite gingen.




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Armand


26.06.2019 16:33 Cleantex ist offline E-Mail an Cleantex senden Beiträge von Cleantex suchen Nehmen Sie Cleantex in Ihre Freundesliste auf
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